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Ukraine-Krieg

Flüchtlinge: Deutschförderklassen für Grüne "kein stabiles Umfeld"

Rund 1500 ukrainische Schüler gehen in Österreich derzeit in die Schule.
Rund 1500 ukrainische Schüler gehen in Österreich derzeit in die Schule.(c) Getty Images (Sean Gallup)
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Die grüne Bildungssprecherin Sibylle Hamann spricht sich für eine integrative Verteilung von ukrainischen Schülern aus. Zu ihrer Unterstützung sollen geflüchtete Mütter und Pädagogen schnellstmöglich eingesetzt werden.

Täglich steigt die Zahl der Kriegsflüchtlinge in Österreich. So auch jene von ukrainischen Kinder und Jugendlichen, die nun schrittweise in das Bildungssystem integriert werden müssen. 1500 Schüler und Schülerinnen aus der Ukraine besuchen inzwischen eine österreichische Schule, berichtete das Bildungsministerium am Freitag. 800 sind es allein in der Bundeshauptstadt.

Sibylle Hamann, Bildungssprecherin der Grünen, stellt sich im Gespräch mit der „Presse“ eine bestmögliche Verteilung der Schüler auf das gesamte Bundesgebiet vor, um sie, wo es möglich ist, in Regelklassen zu integrieren. Vertriebene sollten schon bei ihrer Ankunft beraten werden, wo es schulische und elementarpädagogische Kapazitäten gibt. Tatsächlich plant das Integrationsministerium von Susanne Raab (ÖVP) eine Beratung in sogenannten „One-Stop-Shops“ in mobilen Servicepoints in allen Bundesländern. „Derzeit kommen viele an, die genau wissen, wo sie hin wollen, weil sie irgendwo Familie oder Bekannte haben“, sagt Hamann. „In späteren Phasen aber werden immer mehr kommen, die hier niemanden haben.“ Die Grüne, die sich selbst seit Jahren in der Betreuung von Flüchtlingen engagiert, spricht von einer „Schülerstromlenkung“: „Je mehr ich verteile, desto mehr kann ich integrieren.“