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AMA-Marktbericht

Weizen um 25 Prozent teurer als vor Ukraine-Krieg

APA/dpa-Zentralbild/Jens Büttner
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Der temporäre Wegfall der Weizenexporte Russlands und der Ukraine für den Weltmarkt habe "ein Kursfeuerwerk für Weizen" verursacht, so die Agrarmarkt Austria in einem aktuellen Marktbericht.

Der Ukraine-Krieg hat die Weizenpreise auf ein Rekordhoch schnellen lassen. In den vergangenen Tagen sanken die Preise aber wieder etwas. Die Weizennotierung an der Warenterminbörse Euronext in Paris liegt aber immer noch 25 Prozent über dem Niveau vor dem Ukraine-Krieg, geht aus einem aktuellen Marktbericht der Agrarmarkt Austria (AMA) hervor.

Der temporäre Wegfall der Weizenexporte Russlands und der Ukraine für den Weltmarkt habe "ein Kursfeuerwerk für Weizen" verursacht, so die AMA. Der Pariser Weizenkontrakt stieg von 287 Euro je Tonne am 23. Februar auf das Allzeithoch von 396 Euro und sank dann wieder auf 360 Euro. In der EU wird viel mehr Weizen angebaut als verbraucht. Die EU ist der größte Weizenexporteur der Welt, vor Russland, Australien und der Ukraine.

Maisversorgung in nächsten Monaten ein Thema

In den nächsten Wochen und Monaten wird auch die sichere Maisversorgung in der Europäischen Union ein Thema sein. 52 Prozent der Maisimporte der EU stammen laut AMA normalerweise aus der Ukraine. Die Maiskurse stiegen in Paris ebenfalls um 25 Prozent durch die Lieferunfähigkeit der Ukraine von 267 Euro je Tonne am 23. Februar auf 335 Euro am 16. März. Am Wiener Kassamarkt kletterte der Maispreis sogar um 30 Prozent auf 325 Euro (9. März). Zusätzlich zur Ukraine-Krise ließen die Exportbeschränkungen Ungarns, dem Hauptlieferanten für die Maisimporte Österreichs, die Preise steigen.

Der Pariser Rapskurs kletterte seit Beginn des Ukraine-Kriegs um 25 Prozent auf das Allzeithoch von 928,50 Euro je Tonne (17. März). Die Ukraine spiele im Hinblick auf Sonnenblumenöl- und Rapslieferungen in die EU eine bedeutende Rolle und die gestiegenen Rohölpreise hätten ebenfalls unterstützend für die Ölsaaten gewirkt, heißt es im AMA-Marktbericht.

Auch bei den Düngemittelpreisen gab es laut AMA "kräftige Kurssprünge", weil Russland ein bedeutender Düngemittellieferant für den Weltmarkt ist und die russischen Gaslieferungen in die EU für die ansässige Kalkammonsalpeterherstellung Bedeutung haben. Unter anderem gab es bei den Preisen für Kalkammonsalpeter und Harnstoff ein Allzeithoch.

(APA)