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335. Wiener Derby

Rapids Wunsch, Austrias Wirklichkeit

Archivbild: Das 209. Große Wiener Derby 1997, Rapids Trifon Ivanov beim Foul an Austrias Andreas Ogris.
Archivbild: Das 209. Große Wiener Derby 1997, Rapids Trifon Ivanov beim Foul an Austrias Andreas Ogris.Reuters
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Grün-Weiß hat gegen Violett im neuen Stadion noch nie gewonnen, FAK ist nach fünf Liga-Siegen im Hoch, SCR erwartet 23.000 Fans – Kulisse zur Premiere eines Klassikers.

Wien. Was haben Peter Stöger, Roman Kienast, Peter Hlinka, Peter Pacult, Roman Wallner, Martin Hiden, Krzysztof Ratajczyk, Markus Pürk, Trifon Iwanow und noch manch anderer Fußballer gemein? Sie spielten sowohl für Austria als auch Rapid, wurden von Violett und Grün-Weißgefeiert bzw. verteufelt. Es gibt viele Fußballspiele in einer Saison, das Gros davon bleibt ohne weitere Bedeutung, doch ein Wiener Derby bleibt durchaus unvergessen.

Mit brutalen Fouls à la Didulica, mit Freundlichkeiten, wie sie Ogris und Kühbauer austauschten, mit unglaublichen Siegen (zuletzt 6:1 der Austria, 2018), sinnbefreitem Platz-Sturm (2011), 111-jähriger Tradition, einem beleidigten Trainer, der das Telefonat verweigerte, weil der Chronist beim Lokalrivalen war anstatt zur Pressekonferenz nach Hütteldorf zu pilgern, mit entlassenen Trainern (Arie Haan), obwohl sie am Vortag das Derby gewonnen hatten, mit einem späteren Weltmeistermacher, der erst rauchen musste, ehe er sprechen wollte, kein Derby verlor und wenig später trotzdem als Tabellenführer gehen musste; der „Schwankerln“ gibt es furchtbar viele. 334 Duelle waren es bislang und trotzdem kommt es Sonntag bei der 335. Auflage zu einer Premiere. Erstmals spielen Grün-Weiß und Violett am Sonntag (17 Uhr, live, Sky) in der Meisterrunde gegeneinander.