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Forschungsfrage

Kann man Krebs aushungern?

(c) imago images/Westend61 (Mareen Fischinger via www.imago-images.de)
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Forschende der Med-Uni Graz lassen mit neuen Erkenntnissen übers Fasten als ergänzende Behandlung gegen Leberkrebs aufhorchen.

Durch Fasten Tumoren die Nahrung zu entziehen und so ihrem Wuchern Einhalt gebieten zu können ist eine alte Idee. Wenn sich moderne Forschung mit dieser Möglichkeit befasst, liegt ein Hauptaugenmerk auf den Mitochondrien – den „Kraftwerken“ der Zellen, in denen die Zellatmung lokalisiert ist. Bereits vor über 100 Jahren untersuchte der deutsche Biochemiker und Nobelpreisträger Otto Warburg die mitochondriale Zellatmung von Krebszellen.

„Warburg postulierte damals, dass man Krebs zu Tode hungern könne“, sagt der Zell- und Molekularbiologe Andreas Prokesch vom Gottfried-Schatz-Forschungszentrum der Med-Uni Graz. „Diese Idee wurde erst in den vergangenen Jahren mit modernen molekularbiologischen Methoden und dem Wissen über die Sequenz des humanen Genoms wieder aufgegriffen.“ Vor allem die Kombination von Nahrungsentzug und Therapie sei beforscht worden, allerdings bisher noch nicht bei Leberkrebs.