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Lebensmittel

Engpässe, höhere Preise: Was noch auf uns zukommt

Der Krieg in der Ukraine und die hohen Energiekosten werfen auch die Lebensmittel-Logistik durcheinander. Die heimischen Supermarktketten beschwichtigen noch, ein Großhändler warnt vor sich abzeichnenden gravierenden Auswirkungen.

Eigentlich habe er sich fest vorgenommen, niemanden zu beunruhigen, sagt Christoph Kastner, Chef des gleichnamigen Lebensmittelgroßhändlers zur „Presse am Sonntag“. „Aber die Situation ist extrem ernst.“ Allein in den vergangenen zweieinhalb Wochen hätten sich mehr als 50 Lieferanten mit teilweise saftigen Preiserhöhungen an ihn gewandt. Die Botschaft sei unmissverständlich: Wenn mit der nächsten Bestellung die Preisforderungen nicht erfüllt werden, gibt es keine Ware mehr. Verhandlungsspielraum gäbe es da keinen, sagt Kastner, der auch die Situation der Produzenten nachvollziehen kann.

Die Gründe für die Preiserhöhungen sind vielschichtig. Zum einen sind da natürlich die hohen Energiekosten. Die heimische Lebensmittelindustrie benötigt etwa 3,5 Terawattstunden (TWh) Gas pro Jahr, das sind rund zehn Prozent des jährlichen Gasbedarfs der gesamten Industrie.