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"Turandot"

Wie Ai Weiwei in Rom die Oper übernahm

Zwei Jahre lang hat Ai Weiwei an der Inszenierung von Puccinis „Turandot“ gearbeitet. Am Sonntag sahen spezielle Gäste, was ihm da gelungen ist. Er arbeitet jedenfalls viele Zitate aus seinem bisherigen Werk in die Märchenoper ein.

Als „Takeover“ verstand man bisher im Englischen die Übernahme einer Firma durch die andere. Mittlerweile ist der Begriff aber nicht nur im Deutschen angekommen, sondern hat sich auch aus dem wirtschaftlichen in den sozialmedialen Komplex geschlichen (was sich vielleicht in unserer Wahrnehmung, im Grunde aber nicht wesentlich unterscheidet). So bedeutet ein „Instagram-Takeover“ also, dass ein zumeist prominenter Nutzer für eine begrenzte Zeit seine Fotos in den Instagram-Kanal eines anderen einspeist, dadurch dessen gewohnte Bildsprache ändert, eben „übernimmt“.

Der chinesische Künstler und Aktivist Ai Weiwei ist begehrter Spezialist solcher „Takeovers“, er tat es im Vorfeld der Eröffnung seiner Retrospektive in der Albertina Modern vorige Woche, er wird das auch kommenden Sonntag für die „Presse“ tun, wenn die von ihm als Gastchefredakteur gestaltete Jubiläums-Ausgabe erscheint, ebenfalls an sich schon ein „Takeover“.