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Ausblick

Semperit wagt wegen des Ukraine-Kriegs keine genaue Prognose

Betriebsgewinn vor Abschreibungen wird heuer "wesentlich unter den
Markterwartungen" von 100 bis 120 Millionen Euro liegen. 2021 hat der Gummikonzern beim Umsatz die Milliardenschwelle geknackt.

Der Gummi- und Kautschukherstellers Semperit hält sich angesichts des russischen Einmarschs in der Ukraine mit einer Prognose für heuer zurück. Die genauen Auswirkungen seien derzeit noch nicht abschätzbar, erklärte das börsennotierte Unternehmen am Mittwoch. Der operative Gewinn vor Abschreibungen (EBITDA) dürfte jedoch "wesentlich unter den durchschnittlichen Markterwartungen" von 100 bis 120 Millionen Euro liegen. 

Der russische Angriff auf die Ukraine und die Sanktionen des Westens gegen Russland wirkten sich in begrenztem Umfang bereits auf die Umsätze aus. Hart treffen würde Semperit, wenn aufgrund des Konflikts Rohstoffe ausblieben. Auch Branchenverbände würden mittlerweile vor rohstoffmangelbedingten Produktionseinschränkungen in der Kautschukindustrie warnen, erklärte das Unternehmen.

Materialengpässe bei wesentlichen Roh- und Hilfsstoffen zur Herstellung vulkanisierter Kautschukprodukte könnten im Jahr 2022 zu Friktionen in der Produktion und in der Folge zu Lieferverzögerungen und -einschränkungen führen. Aufwandseitig erwartet das Semperit-Management jedenfalls höhere Kosten für Rohstoffe und Zwischenprodukte sowie für Energie und Transport.

Der Umsatz von Semperit stieg 2021 gegenüber dem Jahr davor um 27,4 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro. Vor allem im Medizin-Sektor sprudelten die Erlöse aufgrund hoher Preise für Untersuchungshandschuhe. Das konzernweite EBITDA schnellte um 73,5 Prozent auf 361,8 Millionen Euro in die Höhe. Unterm Strich stieg der Gewinn von 194,6 auf 247,5 Millionen Euro, ein Plus von über 27 Prozent. Den Aktionären schlägt der Semperit-Vorstand eine Dividende von 1,5 Euro pro Aktie vor.

(APA)