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Staatsholding

Die neue Öbag-Chefin ist startklar

Dr. Edith Hlawati, Oebag
Die Presse/Clemens Fabry
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Edith Hlawati will für „nachhaltige Wertsteigerung“ der staatlichen Beteiligungen sorgen und arbeitet an einem Konzept für neue Engagements. Und sie verbittet sich staatliche Einflussnahme.

Es ist ihr erster Termin mit Journalisten. Und ja, sagt Edith Hlawati gleich zu Beginn, es stimme, was über sie geschrieben werde: Sie habe ein relativ „unentspanntes“ Verhältnis zu Journalisten. Dies deshalb, weil sie als langjährige Rechtsanwältin in der Hinsicht keine Erfahrung habe sammeln können. Das wird sich ändern: Seit 1. Februar ist Hlawati Chefin der Staatsholding Öbag – so etwas wie ein journalistisches Minenfeld. Doch Hlawati stellt in ihrem ersten Pressegespräch recht resolut klar: Selbstverständlich werde sie fortan zu „wichtigen Entscheidungen“ der Öbag Stellung nehmen; es würden aber prinzipiell keine Gerüchte kommentiert; politische Einflussnahme verbitte sie sich, die Staatsholding verstehe sie da als „Schutzschild“.

Die Juristin, die 30 Jahre lang als Anwältin der Staatsholding unter 13 Finanzministern gearbeitet hat, will ihren Job also außerordentlich korrekt anlegen. „Ich glaube an die Sache“, sagt sie und meint damit die aktuelle Struktur der Holding. Die hat sich ja über die Jahre, unter Hlawatis juristischer Begleitung, weiterentwickelt: von der Privatisierungsagentur der Neunzigerjahre über eine GmbH zur heutigen Aktiengesellschaft. Und diese hat vornehmlich die Aufgabe, „professionelles Beteiligungsmanagement“ zu betreiben. „Mein Ziel für die Öbag“, sagt Hlawati also, „ist eine nachhaltige Wertsteigerung und eine langfristige Stärkung des Standortes.“ Ziemlich exakt so hat es der damals frischgebackene Öbag-Chef Thomas Schmid im Frühjahr 2019 auch formuliert.