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"Club Med"

Energiestreit zwischen Nord- und Südeuropa

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Die Regierungschefs von Portugal, Italien und Spanien (Costa, Draghi, Sánchez) machen Druck für EU-weit einheitliche staatliche Eingriffein die Energiemärkte.APA/AFP/TIZIANA FABI
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Spanien, Italien und die anderen Mittelmeerstaaten wollen, dass die EU Gas gemeinsam einkauft und Höchstpreise einführt. Davon will man im Norden nichts wissen.

Am Tag vor Beginn des möglicherweise wichtigsten Europäischen Rates seit Jahren zeigte Russlands Autokrat Wladimir Putin, wie er die Europäer an ihrer schwächsten Stelle zu treffen weiß: Er verfügte am Mittwoch, dass russisches Erdgas von den westlichen Abnehmern, die er als „Schurkenstaaten“ bezeichnen ließ, ab sofort nur mehr in Rubel zu bezahlen sei, nicht mehr in Euro oder Dollar.

In den Staatskanzleien der 27 EU-Chefs, die sich auf den Gipfel und ihr dortiges Treffen mit US-Präsident Joe Biden vorbereiteten, nahm man das vergleichsweise gelassen zur Kenntnis. „Ich habe davon in den Nachrichten gelesen“, sagte ein hoher Regierungsfunktionär gegenüber Journalisten. „Aber die Rechnungen werden von Privatunternehmen bezahlt. Die müssen sich überlegen, was sie damit anfangen.“