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Großevent

Russland will die Fußball-EM 2028 austragen

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APA/AFP/FABRICE COFFRINI
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Die Fußballunion Uefa prüft ob des Ukraine-Krieges einen Ausschluss Russlands. Der flotte Konter: Man bewarb sich für die Euro 2028. Englands Premier Boris Johnson: „Das ist jenseits von Satire!"

Nyon. Die Europäische Fußball-Union Uefa wies Berichte über einen nahen Ausschluss des russischen Verbands zurückhaltend ab. Britische Boulevard-Medien wie „Daily Mail“ hatten geschrieben, dass das tatsächlich offiziell deponierte Interesse Russlands an der Ausrichtung der EM 2028 oder 2032 zu weitreichenden Irritationen geführt habe. Parallel zum Konter, dass Gas fortan in Rubel zu bezahlen sei, bemüht der WM-Veranstalter 2018 jetzt seine Fußball-Verbindungen.

Das Uefa-Exekutivkomitee sei „in Bereitschaft“, außerplanmäßige Konferenzen einzuberufen, um die „Rechts- und Sachlage im Zuge der Entwicklung neu zu bewerten und gegebenenfalls weitere Entscheidungen zu treffen“. Auch „im Lichte der vom russischen Verband bekundeten Interessenerklärung zur Ausrichtung der Europameisterschaft“, teilte die Uefa auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Boris Johnson: „Satire“

Russland hatte am Mittwochabend kurz vor Fristende eine Absichtserklärung für die EM-Austragung abgegeben. Die Uefa will, der Planung, Kostenfrage und sicheren Geschäftsgebahrung wegen die Endrunden 2028 und 2032 gemeinsam vergeben. Favoriten auf die Ausrichtung des Turniers in sechs Jahren sind Großbritannien und Irland. „Die Idee, dass Russland ein Fußballturnier oder ein kulturelles Event veranstaltet, ist jenseits von Satire“, sagte Englands Premier Boris Johnson vor dem Nato-Treffen in Brüssel. Für 2032 scheint Italien vorn zu liegen.

Russische Teams und Athleten wurden nach dem Angriff auf die Ukraine am 24. Februar von praktisch allen Sportverbänden suspendiert – auch von der Uefa und vom Weltverband Fifa. Die russische Nationalmannschaft wurde dazu vom WM-Playoff für Katar ausgeschlossen. (red)