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Interview

Flüchtlingskrise: "Es wurde ein Präzedenzfall geschaffen"

Bis zu zehn Millionen könnten fliehen: "Europäische Solidarität darf nicht wie 2015 wieder zu kurz kommen", sagt Rainer Bauböck.
Bis zu zehn Millionen könnten fliehen: "Europäische Solidarität darf nicht wie 2015 wieder zu kurz kommen", sagt Rainer Bauböck.(c) APA/AFP/FABRICE COFFRINI (FABRICE COFFRINI)
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Migrationsforscher Rainer Bauböck fordert, dass die Kosten für die Integration ukrainischer Flüchtlinge zwischen den EU-Mitgliedstaaten aufgeteilt werden müssen. Und: Er glaubt, dass Europa bei der nächsten Fluchtkrise wieder temporären Schutz gewähren muss.

Die Presse: Die EU-Kommission schätzt, dass vier Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine kommen könnten, der Migrationsforscher Gerald Knaus rechnet mit bis zu zehn Millionen. Wo siedeln Sie Ihre Schätzungen an?

Rainer Bauböck: Das hängt vom Kriegsverlauf ab. Wenn es Putin gelingt, in der Ukraine eine Diktatur wie in Belarus zu installieren, könnte es schon sein, dass ein Viertel der 40 Millionen Einwohner keine andere Perspektive als die Flucht sieht.