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Aktien

Moskau öffnet Börse, aber nicht für alle

Für alle internationalen Anleger, die direkt oder über Aktienfonds an russischen Unternehmen beteiligt sind, heißt es: abwarten und hoffen.NATALIA KOLESNIKOVA
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An der Moskauer Börse wird wieder gehandelt, aber ausländische Aktienbesitzer bleiben ausgeschlossen. Österreichische Anleger können ihre russischen Aktien also weder verkaufen noch weitere erwerben.

Der Einmarsch Russlands in die Ukraine hat nicht nur eine humanitäre Notlage ausgelöst, er hat auch die Finanzmärkte in eine vertrackte Situation gebracht. Nicht nur weil Krieg schlecht für das Geschäft ist, Kursverluste und Wachstumseinbußen verursacht, sondern auch weil Russland viel enger mit den europäischen und globalen Märkten verflochten ist als andere Länder, die in jüngster Vergangenheit sanktioniert wurden – zum Beispiel Syrien oder der Iran. Nach Angaben der Moskauer Börse besaßen ausländische Investoren Ende 2021 russische Aktien im Wert von rund 86 Milliarden Dollar.

Darunter sind auch viele österreichische Anleger, die direkt über Einzeltitel oder über Investmentfonds, Zertifikate und ETFs angelegt haben. Einige davon bilden ausschließlich den russischen Markt ab, andere nur einen Teil, beispielsweise über Fonds mit Schwerpunkt in Schwellenländern oder Osteuropa. Heimische Investoren halten Anteile an russischen Unternehmen in der Höhe von 222 Mio. Euro, über Aktienfonds kommen weitere 425 Mio. Euro hinzu. Viele von ihnen sind Privatanleger, die sich dazu entschlossen haben, über Wertpapiere für ihre Zukunft vorzusorgen.