Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Gastkommentar

Familienfremde Führungskräfte im Familienunternehmen – eine Frage des Vertrauens

„Die Presse“, Bankhaus Spängler, BDO und Notariatskammer küren die Top-Betriebe.

Eine der wichtigsten Aufgaben einer Unternehmerfamilie ist, das Unternehmen gut in die nächste Generation zu führen und die Nachfolge aktiv zu gestalten. Wenn sich die eigenen Nachkommen aus der Familie für die Führung interessieren, ist dies nach wie vor die von vielen bevorzugte Variante.

Doch was, wenn sich die Nachkommen nicht für das Unternehmen begeistern können oder eine alleinige Nachfolge aus der Familie aufgrund des gewachsenen Unternehmens nicht mehr passend ist? Dann können und müssen Familienfremde eine bedeutende Rolle spielen. Doch wie gelingt es, diese Weichen zu stellen? Wie findet ein Unternehmer dafür geeignete Personen?

Komplexer werdende Anforderungen, beschränkte zeitliche Ressourcen oder ein anstehender Generationenwechsel sind typischerweise Anlassfälle, um Führungsstrukturen zu verändern. Die Etablierung einer zweiten Führungsebene ist oft der Beginn, Verantwortung schrittweise abzugeben, Kompetenzen zu verteilen, Vertrauen zu gewinnen. Dies muss zeitgerecht passieren. Aufgaben zu übertragen und Verantwortung abzugeben braucht Übung. Ein erfahrener Unternehmer erlebt hier eine Rollenveränderung, die alle beteiligten Personen fordert und fördert. Werden Familienfremde zu Geschäftsführern, braucht es klare Ziele, Orientierung und Transparenz. Vertrauen bildet die Basis für die erfolgreiche Umsetzung und ermöglicht die Aufsicht durch die Eigentümer. Die Unternehmerfamilie muss sich darauf verlassen können, dass fremde Dritte ihr Unternehmen in ihrem Sinn weiterentwickeln. Das Wissen um die Grundsätze und Werte des Familienunternehmens und die langfristige Eigentümerstrategie sind dabei von zentraler Bedeutung. Ein Familienkodex als verschriftlichtes Familienleitbild bietet eine gute Unterstützung.

Wir im Bankhaus Spängler sind selbst ein Familienunternehmen und deshalb mit den besonderen Herausforderungen, die sich aus der Kombination Familie und Unternehmen ergeben, bestens vertraut. Im eigens dafür geschaffenen Bereich Family Management verstehen wir uns als authentischer Sparringspartner von Unternehmerfamilien und unterstützen diese mit unserer Erfahrung. Bei unserer Beratung von Familienunternehmen stellt sich oft die Frage, wie externe Führungskräfte stärker an das Unternehmen gebunden werden können. Dies muss keinesfalls nur durch die Übertragung von Gesellschaftsanteilen oder Ähnlichem erfolgen. Ausgestattet mit Verantwortung, ausreichender Entscheidungskompetenz und einem langfristig messbaren erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteil, gelingt es vielen Unternehmen, gute, verlässliche und motivierte Führungskräfte zu beschäftigen. Verantwortlich für den Rahmen ist dabei die Unternehmerfamilie.

Der Einsatz von fremden Dritten in der Geschäftsführung kann ein gutes Bindeglied zwischen den Generationen oder Familienmitgliedern in der Führung sein. Mit ihrer objektiveren Perspektive können sie bei Bedarf als Mittler oder Moderator fungieren. Die Übergabe von gewachsenen Familienbetrieben erleben viele Unternehmer als große Herausforderung, aber auch als Chance, das Unternehmen weiter zu professionalisieren. Dies dient dem obersten Ziel einer Unternehmerfamilie – das Unternehmen langfristig gut an die nächste Generation weiterzugeben.

Vorhang auf für Österreichs beste Familienunternehmen

Familienunternehmen gelten als das Rückgrat der heimischen Wirtschaft. Gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten ist auf sie Verlass. Familienunternehmen agieren nicht für den Augenblick sondern nachhaltiges Denken – oft über Generationen – sind dabei ein wichtiges Erfolgsmerkmal. Was Österreichs Familienunternehmen so gut und vor allem besonders macht, das zeigt alljährlich der Wettbewerb „Österreichs beste Familienunternehmen“, den die „Presse und ihre Partner Bankhaus Spängler, BDO und Österreichische Notariatskammer ausrichten.
Der renommierte Award für die heimische Wirtschaft wird bereits zum 22. Mal vergeben. Zum Wettbewerb kann sich jedes in Österreich beheimatete Familienunternehmen über diepresse.com/fam22 bis einschließlich 31. März anmelden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Zur Einreichung benötigt werden die Umsatzzahlen der jüngsten drei Geschäftsjahre, weiter die Angabe, ob das Jahresergebnis positiv oder negativ ist - und: Wir bitten um eine Kurzbeschreibung des Familienunternehmens.

Alle Einreichungen werden von einer Fachjury gesichtet, geprüft und in einem zweistufigen Auswahlverfahren bewertet. Neben der Zahlen-Performance werden auch zahlreiche weiche Faktoren bewertet - diskutiert werden zum Beispiel die Führungskultur, die Absicherung der Familienunternehmen wie auch ihre Zukunftsfähigkeit. Schließlich wird für jedes Bundesland ein Familienunternehmen gekürt. Die Auszeichnung der Besten findet im Mai in Wien statt.

Compliance-Hinweis

Die Berichterstattung und der Wettbewerb „Österreichs beste Familienunternehmen“ werden von der „Presse“-Redaktion unabhängig gestaltet.

Das Bankhaus Spängler, die BDO und die Österreichische Notariatskammer sind Kooperationspartner.

Redaktion: Hans Pleininger,
E-Mail: hans.pleininger@diepresse.com