Mustafa Gessey vor seinem Geschäft im Armenviertel Hangberg, Kapstadt. Hier will er sich eine neue Existenz aufbauen.
Freiheit

Flucht aus Somalia: Kein Weg zurück

Die große Mehrheit der afrikanischen Flüchtlinge bleibt auf dem eigenen Kontinent. Über zwei Männer, die vor dem Krieg in ihrer Heimat nach Südafrika flohen – und sich dort immer noch wie Fremde fühlen.

An den Weg zur Schule in Somalia kann sich Mustafa Gessey gut erinnern. Schließlich bedeutete er Lebensgefahr, wie im Jahr 2007 so ziemlich alles in Mogadischu. Die radikalislamischen Terroristen der al-Shabaab-Miliz kämpften mit Soldaten der Afrikanischen Union um die Kontrolle der Hauptstadt Somalias. Wenn in der Nachbarschaft geschossen wurde, blieb Gessey zu Hause. Wenn nicht, sah er trotzdem manchmal Tote auf den Straßen. Er war gerade zehn Jahre alt.

15 Jahre später. Gessey sitzt in einem umgebauten Stahlcontainer in Hangberg, einem Kapstädter Armenviertel in Südafrika. Hier verkauft er Chips, Süßigkeiten und Zigaretten. Er reicht die Waren durch ein kleines Loch, durch das kaum mehr als ein Laib Toastbrot passt. Nach einigen Einbrüchen und Diebstählen hat der 25-Jährige das Ladenfenster weitgehend mit einem Gitterzaun zugenagelt.


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.