Kapital

Der Untergang des alten Peking

Größer, schöner, sauberer – in Peking wird seit Jahren massiv gebaut. Dadurch hat sich das Leben in der Stadt stark geändert.
Größer, schöner, sauberer – in Peking wird seit Jahren massiv gebaut. Dadurch hat sich das Leben in der Stadt stark geändert. (c) REUTERS (Kim Kyung Hoon)
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Die chinesische Hauptstadt, Peking, hat sich stark modernisiert. Statt Luftverschmutzung und beengter Wohnverhältnisse gibt es nun viele Parks und saubere Wohnviertel. Der Charme des „alten Peking“ ging dabei aber verloren.

Wer sich durch die historischen Archive wühlt, kann nur staunen angesichts der vielen Superlative, mit denen Reisende, Gelehrte und Missionare die chinesische Hauptstadt, Peking, umschrieben. Oftmals empfanden sie nichts als Bewunderung beim Anblick der ausladenden Palastanlagen, harmonischen Innenhof-Häuser und prächtigen Stadttore. „Peking ist das letzte Refugium des Unbekannten und des Wunderbaren auf Erden“, schrieb etwa der französische Marineoffizier und Schriftsteller Pierre Loti im Jahr 1900.

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