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Umweltschutz

Ein Yogi auf motorisierter Mission

Sadhguru, Gründer von "Save Soil"
Sadhguru, Gründer von "Save Soil", am Wiener Kärntner Ring(c) Carolina M. Frank (Carolina M. Frank)
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Der 64-jährige Yogi Sadhguru fährt mit seinem Motorrad 30.000 Kilometer rund um die Welt, um unsere Böden zu retten.

Manche Menschen fragen sich, warum Sie in der Sache statt mit dem Motorrad nicht lieber mit dem Fahrrad um die Welt fahren?“, heißt es vonseiten einer anwesenden Journalistin. „Wollen die mich umbringen?“, entgegnet Jagadish Vasudev scherzhaft. Vergangene Woche ist der 64-jährige indische Motorradenthusiast und Yogi – als solcher besser bekannt als Sadhguru – in London auf eine Reise aufgebrochen, die ihn in 100 Tagen und nach 30.000 Kilometern Strecke bis nach Indien führen soll. Ziel des Unterfangens ist es, Bewusstsein für eine Ressource zu schaffen, die in seinen Augen vielerorts zu wenig Beachtung findet: unsere Böden.

Mit der Ansicht steht Vasudev bei Weitem nicht allein da, zahlreiche Non-Profit- und Umweltschutzorganisationen machen auf die Gefahren für Biodiversität und zukünftige Lebensmittelproduktion aufmerksam, die etwa durch den exzessiven Einsatz von Chemikalien in konventioneller Landwirtschaft, pflanzlichen Monokulturen und Flächenversiegelung entstehen. Die Mikroorganismen in den Böden sterben ab und können nicht länger Kohlendioxid binden, das stattdessen in die Atmosphäre entweicht. Gleichzeitig kommt es zur Erosion der Böden, in trockenen Gebieten zur Desertifikation. Schwere Bodenschäden, die in wenigen Jahrzehnten durch intensive landwirtschaftliche Nutzung entstanden sind, ließen sich laut Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) selbst in mehreren menschlichen Lebensspannen nicht umkehren.