Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Bürgerkrieg

Saudi-Arabien setzt Militäreinsätze im Jemen über Ramadan aus

Im Jemen tobt seit sieben Jahren ein Bürgerkrieg. Dieser gilt als Stellvertreter-Konflikt zwischen den Regionalmächten Iran und Saudi-Arabien. (Archivbild)
Im Jemen tobt seit sieben Jahren ein Bürgerkrieg. Dieser gilt als Stellvertreter-Konflikt zwischen den Regionalmächten Iran und Saudi-Arabien. (Archivbild)(c) APA/AFP/
  • Drucken

Mit diesem Schritt sollen Verhandlungen unterstützt werden. Die Houthi-Rebellen nehmen an ihnen jedoch nicht teil.

Das von Saudi-Arabien angeführte Bündnis will ab Mittwoch an seine "militärischen Operationen" gegen die Houthi-Rebellen im Jemen vorläufig einstellen. Man wolle damit "günstige Verhältnisse für erfolgreiche Gespräche und ein förderliches Umfeld für den Heiligen Monat Ramadan erreichen, um Frieden zu schaffen", hieß es in einer Mitteilung der Koalition, die die staatliche Nachrichtenagentur SPA am Dienstag veröffentlichte.

Zuvor hatte die UNO zu einer Waffenruhe während des muslimischen Fastenmonats Ramadan aufgerufen, der Anfang April beginnt. Mitte März hatten die Golf-Staaten die Konfliktparteien zu Gesprächen nach Riad eingeladen. Die einwöchigen Beratungen, zu denen der Golf-Kooperationsrat (GCC) rund 500 Teilnehmer eingeladen hat, sollten am 29. März beginnen. Die Houthi-Rebellen lehnten eine Teilnahme ab. Bisherige diplomatische Bemühungen zur Beilegung des Konflikts blieben erfolglos.

Krieg seit 2014

Die Houthi-Rebellen hatten 2014 weite Teile des Jemen überrannt, darunter die Hauptstadt Sanaa. Saudi-Arabien führt seit 2015 mit anderen Ländern auf der Seite der international anerkannten Regierung einen Militäreinsatz gegen die Houthis. Das sunnitische Königreich sieht in ihnen einen Verbündeten seines schiitischen Erzfeindes Iran.

Am Freitag hatten die Rebellen Raketen auf das Königreich abgefeuert, die zu einem Brand in einer Ölanlage nahe einer Formel-1-Rennstrecke in Jeddah führten. Die von Saudi-Arabien geführte Koalition reagierte mit Gegenangriffen auf Houthi-Hochburgen in Sanaa und der Hafenstadt Hodeidah. Tags darauf kündigten die Houthis an, die Angriffe auf Saudi-Arabien einzustellen, und boten eine einseitige dreitägige Waffenruhe an.

(APA/Reuters)