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Jetzt drohen Stillstand und extrem starke Teuerung

In den 70er-Jahren gab es schrille Mode und Stagflation. Kommt letztere wieder?Fabian Bimmer
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Der Preisauftrieb ist groß, zugleich dämpft der Ukraine-Krieg das Wachstum. Eine brisante Mischung. Vor allem dann, wenn der Krieg weiter eskaliert. Experten warnen vor einer Stagflation.

Wien. Hohe Inflation und eine stotternde Wirtschaft? Diese unangenehme Mixtur droht manchen Staaten in Europa angesichts des Krieges. Die Inflation war bereits vor dem russischen Überfall auf die Ukraine hoch, allerdings begleitet von einer rasanten Erholung der Wirtschaft von der Coronakrise. Nun könnte der Krieg das Wachstum empfindlich bremsen.

Die deutschen Wirtschaftsweisen etwa revidierten ihre Wachstumsprognose für Deutschland nach unten. Statt um 4,6 Prozent dürfte die deutsche Wirtschaftsleistung heuer nur um 1,8 Prozent wachsen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dämpft das Wachstum, trägt zum weiteren Anstieg der Energie- und Verbraucherpreise bei und führt zu hoher Verunsicherung, so die vier Sachverständigen, die aber auch betonen, dass die Prognose mit großer Unsicherheit behaftet sei. Eine weitere Eskalation des Kriegs könnte das Wachstum stärker nach unten drücken.

Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ist die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal sogar leicht geschrumpft. Die Inflation lag in Deutschland im März sogar bei 7,3 Prozent – so hoch wie seit 1983 nicht mehr. Im Februar betrug die Teuerung noch 5,1 Prozent.