Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Klima-Aktivismus

Was steckt hinter dem Phänomen "Klimaangst"?

Klima-Aktivistinnen und Aktivisten beim Klimastreik in Berlin.
Klima-Aktivistinnen und Aktivisten beim Klimastreik in Berlin.(c) IMAGO/epd/Christian Ditsch
  • Drucken

Die Klimakrise zeigt ihre Auswirkungen. Und zwar nicht nur in der Natur, sondern vor allem auch in der Gedanken- und Gefühlswelt junger Menschen. Ein Ratgeber will der Klimaangst Abhilfe schaffen.

Nach Flugscham taucht nun zunehmend auch der Begriff Klimaangst immer häufiger auf, der die andauernde Klimakrise mit Emotionen in Verbindung bringt. Von der Klimaangst und der Klima-Depression, ökologischer Trauer oder gar der Solastalgie, also nostalgischer Sehnsucht nach bereits zerstörtem Lebensraum, ist da gegebenenfalls die Rede. Modewörter würden wohl manche geringschätzig meinen; für andere sind es Begriffe, die den Zeitgeist treffen.

Zu diesen anderen gehören jedenfalls die beiden Schwestern Amelie und Friederike Schomburg. Sie verstehen unter dem Begriff Klimaangst eben genau das oben beschriebene Spektrum an Gefühlen. „Angst vor den Auswirkungen der Klimakrise und der Zukunft, eine Wut auf vergangene Generationen oder die Politik, oder auch die Trauer um das, was in der Natur- und Tierwelt schon kaputtgegangen ist“, zählt Amelie Schomburg im Gespräch mit der „Presse“ auf. Immerhin müsse man sich heute vielerlei Fragen zum Leben in der Klimakrise stellen: „Ich wohne im Norden Hamburgs, wie lange wird das noch möglich sein?" Oder auch die Frage, „ob man es überhaupt noch verantworten kann, Kinder zu bekommen“.

Ein Ratgeber, der resilient machen will

Mit dem Ratgeber „Klimaangst. Wenn die Klimakrise auf die Psyche schlägt“ wenden sich die Psychologin Amelie Schomburg und Politologin Friederike Schomburg ganz bewusst an Jugendliche und junge Erwachsene, denn diese würden sich wegen der Klimakrise am meisten Sorgen machen und in ihrem Alltag beeinträchtigt fühlen. Zum gleichen Schluss kommt auch eine internationale Studie aus dem Jahr 2021, veröffentlicht im „The Lancet Planetary Health“. Ihr zufolge fühlen sich über 50 Prozent der 16- bis 25-Jährigen ängstlich, wütend, traurig oder schuldig, wenn es um die Klimakrise geht.