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Vier Aktien gegen Krisenstimmung und eine Spekulation auf schnelles Geld

Der Inflation ein Schnippchen schlagen.
Der Inflation ein Schnippchen schlagen.
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Inflation und Krieg lasten auf der Wirtschaft und den Ersparnissen. Mit diesen vier Aktien aber ist man gut für die nun schwierige Phase positioniert - und eine Spekulationsaktie könnte für schnelle Gewinne sorgen.

Bei den Geheimdiensten herrscht offenbar mehr Qualitätsbewusstsein als bei den Notenbanken. Jedenfalls ist es beim französischen Geheimdienst – wie diese Woche bekannt wurde – so, dass sein Chef Éric Vidaud laut Militärkreisen den Posten verlassen muss. Er habe nämlich die russischen Invasionspläne falsch eingeschätzt, so die Begründung. Schon kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs hatte Generalstabschef Thierry Burkhard eingestanden, dass die US-Geheimdienste mit ihren Vorhersagen den französischen überlegen gewesen seien.

Bei der Europäischen Zentralbank (EZB), geführt von Christine Lagarde, gibt es solche Konsequenzen nicht. Zu Jahresbeginn hat man lediglich einmal zugeben, dass man die Dynamik der Inflation unterschätzt habe. Jene Dynamik, die vor dem Ukraine-Krieg schon mit freiem Auge sichtbar war! Jetzt, nach Kriegsbeginn, ist ohnehin der Teufel los. Die Inflation im Euroraum ist auf ein neues Rekordhoch gestiegen, Dienstleistungen und Waren kosteten im März durchschnittlich 7,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Und was macht Lagarde? Sie beruhigte am Mittwoch einmal mehr. Trotz des Kriegs zeichne sich weder eine nachhaltige Rezession noch eine immer höhere Inflation ab, sagte sie.

Was uns das sagt? im Unterschied zum französischen Geheimdienstchef, der über seine Fehleinschätzungen und Beruhigungsberichte gestolpert ist, scheint Lagarde sakrosankt. Sie darf den Bürgern der Eurozone Sand in die Augen streuen. Dabei wäre es höchst an der Zeit, reinen Wein einzuschenken. Denn der Wohlstand schwindet. Um zu retten, was zu retten ist, müsste an vielen Stellschrauben gedreht werden.

Für Aktionäre ist am Ende des ersten Quartals festzuhalten: Angesichts der immens belastenden Gemengelage aus Pandemiefolgen, Krieg, Inflation und demnächst wohl forcierter Zinswende in den USA hielten sich die Aktien relativ gut. Nach der Korrektur vom Jahresbeginn ist ein bedeutender Teil der Verluste wieder wettgemacht.

Doch es bleibt ungemütlich. Die US-Anleihenrenditen stehen knapp davor, eine Rezession anzudeuten. Damit bleibt nur zu hoffen, was Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets, zu Reuters sagte: Die Rezession trete meist erst mit Monaten Verzögerung ein, sodass bis dahin eine „Katastrophenhausse“ möglich sei. Diese sehe so aus, dass Konjunkturdaten, die über den niedrigen Erwartungen liegen, zu Kurssprüngen führen.

Darauf allein zu spekulieren, ist wohl ein ziemlich unsicherer Zugang. Sicherer erscheint da schon ein langfristig orientierter Zukauf.