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Kriegsverlauf

Der russische Griff um Kiew hat sich gelockert

A general view of destroyed Russian tanks and vehicles, in Dmytrivka village
Reste einer russischen Fahrzeugkolonne in einem Wald nahe Kiew. Unglaubliche Szenen der Zerstörung eigentlich modernen Kriegsgeräts.REUTERS
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Die Ukrainer gewannen offenbar große Gebiete im Norden, Westen und Osten Kiews zurück. Moskau hatte allerdings einen Teilrückzug angedeutet. Zugleich gab es einen Luftangriff bei der russischen Stadt Belgorod, dessen Urheber nicht so klar ist.

Kiew/Moskau/London. Gut fünf Wochen nach Kriegsbeginn brachte der Freitag eine besondere Dynamik in die militärischen Vorgänge in der Ukraine. So ist es im Raum Kiew den Verteidigern offenbar gelungen, große Räume im Norden, Westen und Osten der Stadt zurückzugewinnen, im Süden standen keine Russen. Glaubt man den Berichten und Bildern, so sind die Ukrainer wieder bei Iwankiw, rund 50Kilometer nordwestlich der Stadtgrenze Kiews, und 70 km östlich von dieser bei Schuriwka.

Zudem könnte das rund 105 Kilometer entfernte Tschernihiw im Nordosten vor dem Entsatz stehen. Die Russen hatten die wichtige Stadt nahe der Grenze zu Belarus nicht nehmen können und mussten sie umgehen, um sich über diese Achse her Kiew zu nähern. Mit Sicherheit wurde der Flughafen Hostomel am Nordwestrand Kiews zurückerobert. Er war am ersten Kriegstag Schauplatz einer gescheiterten Luftlandeaktion der Russen und wurde erst Tage später von über Land her rollenden Einheiten besetzt. Hostomel gilt als einer der bedeutsamsten Dreh- und Angelpunkte des Ukraine-Kriegs.