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Spielraum

Gianni Infantino: Geld, Macht und Image

World Cup - Final Draw
REUTERS
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Läuft ein Kongress des Fußball-Weltverbands Fifa, ist es die große Bühne von Präsident Gianni Infantino. Es geht um Geld, Macht, sein Image. Weil die WM im Zweijahrestakt platzt, braucht er neue Bewerbe und alte Freunde.

Fifa-Präsident Gianni Infantino ist ein gewiefter Manager. Ein Verkäufer wie er im Buche steht. Eloquent, um zu überzeugen; charmant, wenn es sein muss, und nebst allen politischen Kontakten hat er stets den Taschenrechner zur Hand, um Wegbegleitern und Partnern mögliche Renditen auszurechnen. Rabatte gab es bei der Fifa nie, beim Nachfolger von Sepp Blatter, er ist seit 2016 im Amt, schon gar nicht. Im Gegenteil: Der Schweizer, 52, dringt noch visionärer und ausschließlich dem Geschäftssinn der Fifa und ihren Mitgliedern dienend in neue Märkte und Sphären vor.

Darum lässt Infantino keine Gelegenheit aus, um die ab 2026 laufende WM mit 48 Mannschaften zu promoten. Auch beim 72. Fifa-Kongress in Doha, die WM-Auslosung war freilich seine Bühne, sparte er große Reden nicht aus. Mehr Spiele, mehr Geld, mehr Sponsoren – Superlative schmücken die Worte dieses Funktionärs, der dabei selbst eine persönliche Niederlage schönzureden versucht hat. Denn die von ihm lancierte WM im Zweijahrestakt wird es nicht geben. Zu groß waren Widerstände aus Südamerika, Europa, vor allem aus Lausanne. Das Internationale Olympische Komitee war dagegen, zur Wahrung des eigenen Produkts, das darunter sehr gelitten hätte.