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Wiener Ansichten

Genochplatz: Wenn Profis und wenn Amateure planen

Wohnturm statt Marktstandelzauber: Genochplatz . . .wf
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Nahversorgung – war da was? Wie der Stadlauer Genochmarkt den Zuzüglern abhanden kam.

Dass Österreich acht Millionen Fußballtrainer hat, ist nach jedem Spiel der Nationalmannschaft zu erfahren. In gleicher Weise darf man unter Wienern zwei Millionen Stadtplaner vermuten. Wer von uns hätte noch nie so ganz genau gewusst, welche Freifläche in seinem Grätzel hätte freier bleiben, welcher Neubau hätte bescheidener ausfallen müssen?
Selbstredend ahnen wir, lebensklug, wie wir sind, dass derlei Einschätzungen zumindest ein kleines Stück weit auf Selbstüberhebung gründen, weshalb wir froh sein können, die Verantwortung für Entscheidungen solcher Art an akademisch zertifizierte Experten auslagern zu dürfen. Oder etwa nicht?

Ein Beispiel aus der hiesigen Praxis: Da gab es einen etliche Hektar fassenden Flecken Industriebrache, der, eben erst von einem Großunternehmen verlassen, einer Neunutzung als Büro- und vor allem Wohnungsstandort harrte. Gleich daneben schlug sich ein kleiner Markt durchs Vorstadtleben, der nicht zuletzt dank obgenannter schleichender Transformation vom Industrie- zum Wohnquartier schon bessere Zeiten gesehen hatte.