AMS Osram gibt neues Margenziel für 2024 aus

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Wachstum hat beim steirischen Sensorenhersteller für die nächsten drei Jahre keine Priorität. Hauptziel ist es, die Ertragskraft zu steigern.

Der steirische Sensorenhersteller AMS Osram hat das langfristige Profitabilitätsziel bestätigt. So werde nach wie vor eine bereinigte Marge auf Basis des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 20 Prozent oder mehr angestrebt, teilte das Unternehmen am Dienstag in Zürich vor einem Investorentag mit.

Der Weg dahin wurde nun präzisiert. So soll im Jahr 2024 ein Zwischenziel erreicht werden. Konkret peilt die Gesellschaft dann eine Marge von 15 Prozent oder höher an. Zum Vergleich: Für das eben abgelaufene Quartal wurde eine Marge von 8 bis 11 Prozent als Ziel genannt.

Basis für die verbesserte Profitabilität ist ein neu ausgerichtetes Portfolio, wie es weiter heißt. So soll 2024 über den Daumen gepeilt ein Umsatz von 4,9 Milliarden Euro erzielt werden - "plus/minus 300 Millionen". Im letzten Jahr wies die Gesellschaft Verkäufe in der Höhe von 5,04 Milliarden Euro aus.

Neue Fabrik in Malaysia

Wachstum hat somit für die nächsten drei Jahre keine Priorität. Außerdem ist bekannt, dass sich AMS Osram von weiteren margenschwachen Osram-Bereichen trennen will. Die Übernahme des deutschen Unternehmens Osram durch AMS ging vor gut einem Jahr über die Bühne. Seither wurden auch schon verschiedene Osram-Bereiche abgestoßen. Nach 2024 soll es dann aber wieder Wachstum geben. Das langfristige Zielmodell sehe unverändert im Durchschnitt ein jährliches zweistelliges Umsatzwachstum vor, so die Mitteilung.

Der Investorentag solle denn auch aufzeigen, dass die fusionierte AMS-Osram-Gruppe "weit mehr erreichen kann als beide Unternehmen jeweils für sich, insbesondere durch die stärkere Nutzung und Realisierung wichtiger Wachstumsmöglichkeiten". Es sei nach wie vor das Ziel, die Gesellschaft zum führenden Anbieter optischer Lösungen zu machen.

Dafür braucht es auch noch einmal große Investitionen. So will das Unternehmen in Malaysia für bis zu 800 Millionen Euro eine neue Fabrik bauen. In dieser sollen laut den Angaben 8-Zoll-Frontend-LED hergestellt werden. Hintergrund der Investition sei, dass wegen des erwarteten Wachstums bei hochwertigen LED-Technologien zusätzliche Kapazitäten bereitgestellt werden sollen.

Keine Angaben wurden in der Mitteilung zum Investorentag zum bereits abgelaufenen Startquartal gemacht. Diese sind für den 3. Mai terminiert. Der Investorentag beginnt um 13 Uhr.

(APA/dpa)

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