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Sieben Jahre Krieg

"Im Jemen ist das Gesundheitssystem kollabiert"

Intern Vertriebene in Hays, im Westen des Jemen, erhalten Nahrungsmittelhilfe. Der jahrelange Krieg hat die Zivilbevölkerung massiv getroffen.
Intern Vertriebene in Hays, im Westen des Jemen, erhalten Nahrungsmittelhilfe. Der jahrelange Krieg hat die Zivilbevölkerung massiv getroffen.APA/AFP/KHALED ZIAD
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Eine Waffenruhe bringt den Menschen im Jemen ein kurze Atempause. Federica Ferraresi, Einsatzleiterin von Ärzte ohne Grenzen, warnt vor einem humanitären Fiasko.

Luftschläge, schwere Gefechte, ein Embargo, Hunger und grassierende Krankheiten. Die Menschen im Jemen leiden unter einer der weltweit größten humanitären Katastrophen. Vor sieben Jahren griff Saudiarabien mit seinen Verbündeten in den Bürgerkrieg in seinem südlichen Nachbarstaat ein. Ziel war, die von Saudiarabiens Erzfeind Iran unterstützten Houthi-Milizen im Jemen in einem raschen Feldzug zu schlagen. Doch der Krieg fand kein Ende. Den schrecklichen Preis dafür zahlt die Bevölkerung des arabischen Landes, das schon vor dem Krieg zu den ärmsten der Welt zählte.
„Die humanitäre Situation ist dramatisch. Die Mehrheit der Menschen hat Probleme, die Grundbedürfnisse für das Überleben zu decken“, sagt Federica Ferraresi im Gespräch mit der „Presse“. Ferraresi leitet den Einsatz von Ärzte ohne Grenzen (MSF) im Jemen. „Es mangelt an Wasser, Nahrungsmitteln, Treibstoff, Gas. Die Infrastruktur funktioniert nicht mehr“, schildert Ferraresi.