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Geldpolitik

EZB und Fed: Zwei Notenbanken gehen gegensätzliche Wege

FILE PHOTO: U.S. President Biden announces nomination of Federal Reserve Chair Powell for second four-year term at the White House in Washington
US-Notenbank-Direktorin Brainard sorgte mit harten Ansagen für ein kleines Börsenbeben.REUTERS
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Während Fed-Direktorin Brainard die Märkte mit ihrer falkenhaften Rede aufscheuchte, warnt ihr EZB-Pendant vor zu starken Eingriffen gegen die hohe Inflation.

Zwei Notenbanken, zwei verschiedene Welten. Auf diesen Satz lassen sich die Aussagen der vergangenen Tage reduzieren. Während die Direktorin der US-Notenbank Fed kräftige Zinsschritte ankündigte und damit Aktien- und Anleihenmärkte durcheinanderwirbelte, sorgte ihr Gegenpart in der EZB mit genau der gegenteiligen Äußerung für Aufsehen. Wieder zeigt sich, in welchen unterschiedlichen Welten die beiden Notenbanken leben.

Aber der Reihe nach: Zuerst war es Lael Brainard, Direktorin der Fed, die am Dienstag bei einer Konferenz in Minneapolis unmissverständlich meinte: „Es ist von größter Bedeutung, die Inflation zu drücken.“ Sie kündigte an, dass die US-Notenbank die Geldpolitik „methodisch“ straffen und es wie erwartet zu mehreren Zinsanhebungen kommen werde. Die im Zuge der Coronakrise auf fast neun Billionen Dollar aufgeblähte Bilanz werde in Windeseile reduziert werden. Das Portfolio werde schneller abgebaut als zuletzt in den Jahren 2017 bis 2019.