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Nach Diplomaten-Ausweisung

Was die russischen Diplomaten in Österreich getrieben haben

Die russische Botschaft in Wien.
Die russische Botschaft in Wien.APA/GEORG HOCHMUTH
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Die Ausweisung von vier Diplomaten empört die russische Botschaft. Zornig kündigt sie Gegenmaßnahmen an. Nach „Presse"-Informationen hatte die Spionageabwehr das russische Quartett, darunter den Verteidigungsattaché, seit einigen Monaten auf dem Schirm.

Ein EU-Land nach dem anderen hat russische Diplomaten vor die Tür gesetzt. In Litauen haben sie sogar den Botschafter aus dem Land geworfen. Österreich aber hat lange gezögert. Die Bundesregierung hätte eine gemeinsame Vorgangsweise in der Europäischen Union bevorzugt. Doch das war illusorisch.  Nun gab Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) dem öffentlichen Druck und einem gewissen Gruppendruck in der EU nach. Auch Österreich weist vier Diplomaten aus. Es erklärt sie zu Personae non gratae.

Am Mittwochabend informierte Generalsekretär Peter Launsky-Tieffenthal den russischen Botschafter, Dimitri Ljubinskij, über die Ausweisung der vier Diplomaten. Drei davon arbeiten bei der bilateralen Botschaft in Wien, der vierte im russischen Generalkonsulat in Salzburg. Es handelt sich um vier Männer. Ihnen wird Spionage vorgeworfen. Details wollte die Sprecherin von Außenminister Alexander Schallenberg nicht preisgeben. Die österreichische Spionageabwehr hatte die vier Personen nach Informationen der „Presse“ aber schon seit einiger Zeit auf dem Radar.