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Einen neuen IHS-Chef gibt es erst in einem Jahr

PK INSTITUT FUeR HOeHERE STUDIEN (IHS) 'PRAeSENTATION DES DESIGNIERTEN DIREKTORS': KOCHER
Martin Kocher verließ das IHS Anfang 2021APA/HELMUT FOHRINGER
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Die Suche nach Ersatz für Martin Kocher an der Spitze des Instituts für Höhere Studien ist zum Debakel geraten. Jetzt gab es auch noch Streit mit der Universität Wien wegen einer neuerlichen Ausschreibung.

Fünfzehn Monate ist das Institut für Höhere Studien (IHS) schon ohne Führung. Das ist grundsätzlich eine sehr lange Zeit, für das Wirtschaftsforschungsinstitut erst recht. 1963 wurde es gegründet, und es entwickelte sich über die Jahre zu einem überaus renommierten Institut. Von dem guten Image ist mittlerweile freilich nichts mehr zu erkennen: Zwei Top-Ökonomen, die den Chefsessel hätten übernehmen sollen, haben in den vergangenen Monaten abgesagt. „Für uns heißt es: Zurück zum Start“, sagt der Präsident des für die Suche verantwortlichen IHS-Kuratoriums,Franz Fischler. Er rechnet damit, dass ein neuerliches Jahr vergehen wird, bis endlich weißer Rauch aufsteigen kann.

Es war eine Menge Pech im Spiel: Im Jänner 2021 wechselte IHS-Chef Martin Kocher als Arbeitsminister in die Regierung, und das hat das IHS zweifellos auf dem falschen Fuß erwischt. Wenige Monate später wurde der vakant gewordene Posten ausgeschrieben, und alles schien gut: Immerhin bewarb sich – nach entsprechender Aufforderung – der deutsche Ökonom und ehemalige Wirtschaftsweise Lars Feld für den Job. Doch die Verhandlungen mit ihm zogen sich in die Länge. Immer wieder gab es seinerseits Gründe, nicht zu unterschreiben – einmal waren es die finanziellen Bedingungen, unter denen das IHS arbeiten muss. Einmal waren es Probleme mit Felds angestrebter Karenzierung in Deutschland. Im Februar 2022 sagte er schließlich ab.