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Forschungsfrage

Kann ein Küken aus einem gekauften Ei schlüpfen?

++ THEMENBILD ++ OSTERN / OSTERMARKT / EIER
APA/BARBARA GINDL
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Ein Embryo braucht 21 Tage und Temperaturen um 38 Grad Celsius, damit er sich entwickeln kann: Bedingungen, die kein Kühlschrank bietet.

Das Gedankenspiel ist ein eigenartiges. Man will ein Ei kochen und bemerkt zuvor, dass sich in der Schale ein Riss bildet. Kann das sein, dass da gleich ein Küken schlüpft? Diese Frage beschäftigte einen Leser der „Forschungsfrage“, Claudia Hess von der Klinischen Abteilung für Geflügelmedizin der Vet-Med-Uni Wien weiß die Antwort.

Das könne nicht passieren, sagt sie. Die – einleuchtende – Grundvoraussetzung, dass ein Küken schlüpft, sei nämlich, dass das Ei zuvor befruchtet worden ist. Und das geht freilich nur, wenn Hahn und Henne gemeinsam gehalten werden – was heute allerdings kaum mehr vorkommt. Lediglich klein strukturierte Betriebe würden Hähne manchmal mitlaufen lassen, sagt Hess. Was dabei zwischen Hahn und Henne passiert? „Beim sogenannten Hahnentritt besteigt der Hahn die Henne und setzt seinen Samen in deren Legedarm ab. Dort kann er bis zu einer Woche lang deponiert sein, der Hahn muss die Henne für den Befruchtungsakt also nicht jeden Tag besteigen“, erklärt die Geflügelforscherin. Und: Das funktioniere bei allen Vögeln so, nicht nur bei Hühnern.