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Regenerative Medizin

Die Zeit heilt nicht alle Wunden

In einem der Coremed-Labore wird der Einfluss von Adipozyten auf die Wundheilung untersucht. Die Fettzellen leisten der Haut Erste Hilfe.
In einem der Coremed-Labore wird der Einfluss von Adipozyten auf die Wundheilung untersucht. Die Fettzellen leisten der Haut Erste Hilfe.Manuela Schwarzl/JOANNEUM_RESEARCH
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Am Grazer Coremed-Zentrum dreht sich alles um verletzte, verbrannte und vernarbte Haut. 3-D-Modelle helfen unter anderem bei der Erforschung chronischer Wunden.

Er ist eine gefürchtete und häufige Spätfolge der Zuckerkrankheit: der „Diabetesfuß“. Auslöser ist oft eine Verletzung. Seine charakteristischen schlecht heilenden Wunden werden durch die krankheitsbedingt geschädigten Nervenbahnen und Blutgefäße begünstigt. Ähnlich hartnäckige Wunden können sich auch durch Bettlägerigkeit und damit verbundenem Druck auf bestimmte Körperstellen entwickeln. Heilt eine Verletzung trotz Behandlung nicht innerhalb von zwei Monaten ab, gilt sie als chronisch.

Ein bis vier Prozent betroffen

„Die Wunde nässt, ist offen, infiziert, schmerzt“, beschreibt die Molekularbiologin Elisabeth Hofmann die Problematik, die gleichzeitig Ausgangspunkt ihrer Arbeit ist. Sie leitet ein noch recht junges Labor mit Schwerpunkt zur chronischen Wundheilung am Grazer Coremed-Zentrum der Joanneum Research, das nach pandemiebedingten Verzögerungen nun mit komplettierter Ausstattung Fahrt aufnimmt. Ein bis vier Prozent der Menschen in Industriestaaten leiden an chronischen Wunden. „Ihre Entstehung ist stark abhängig von Vorerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck, aber auch Infektionen können eine Ursache dafür sein“, erklärt Hofmann. „Das Alter ist ebenso ein Risikofaktor.“