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Warum sind Bananen aus Ecuador billiger als steirische Äpfel?

Der Wachstumszyklus einer Bananenstaude dauert neun Monate.
Der Wachstumszyklus einer Bananenstaude dauert neun Monate.Getty Images
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Zerrütteter Lieferketten und hoher Energiekosten zum Trotz gibt es südamerikanische Bananen zu Ramschpreisen in unseren Supermarktregalen. Selbst Fairtrade-Bananen sind günstiger als heimische Äpfel – warum eigentlich?

Wien. Kaum sonst irgendwo in Europa werden so viele Bananen verzehrt wie in Österreich. 13,7 Kilo pro Kopf sind es im Jahr, das entspricht gut einer Banane pro Woche – Tendenz steigend. Bevor sie in unseren Supermarktregalen landen, haben die exotischen Früchte, die für viele längst als Grundnahrungsmittel gelten, eine mehrwöchige Weltreise hinter sich.

Angebaut und geerntet werden Bananen in riesigen Plantagen in Südamerika – vor allem in Ecuador, Costa Rica und Kolumbien. Von dort werden sie per Schiff – die Reise dauert zwischen zwei und drei Wochen – nach Europa gebracht, ehe sie in rund 200 Reifereien über den ganzen Kontinent verteilt werden. Wenn die Früchte dort ankommen, sind sie noch gänzlich grün und ungenießbar. Erst nachdem sie fünf bis acht Tage unter Zuführung natürlicher Gase gereift wurden, landen sie in den Supermarktregalen.

Eine knapp einmonatige Weltreise haben sie dann bereits hinter sich, trotz der aufwendigen Logistik kosten Bananen hierzulande aber oft nur halb so viel wie heimische Äpfel. Wie kann das sein?