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Preisspirale

Luxushandtaschen: Von der It-Bag zum Statussymbol

Ob Birkin, Kelly oder 2.55: Wer heute die Handtaschen-Klassiker bekannter Luxusmarken haben möchte, muss tief in die Geldbörse greifen. Der Kauflust einer luxusaffinen Klientel scheint das kaum zu schaden. Solang die Erzählung stimmt.

Eigentlich hat alles ganz pragmatisch begonnen: Als die britische Schauspielerin Jane Birkin 1984 auf einem Flug von Paris nach London neben Jean-Louis Dumas, damals Geschäftsführer und Familienoberhaupt im Hause Hermès, zu sitzen kam und beiläufig beklagte, keine geeignete Handtasche für ihren Alltag als junge Mutter zu finden, nahm Dumas kurz entschlossen einen Stift zur Hand und skizzierte eine geräumige rechteckige Tasche. Selbst an ein Extrafach für Babyfläschchen dachte Dumas.


Ähnlich praktisch waren die Gründe, aus denen die Modeschöpferin Gabrielle „Coco“ Chanel drei Jahrzehnte zuvor, im namensgebenden Februar 1955, das Handtaschenmodell „2.55“ lancierte: Chanel empfand die damals üblichen Taschen mit kurzem Henkel als lästig und entwarf eine Version mit Schulterriemen. So sollten die Hände für Wichtigeres frei bleiben.