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Militärhilfe

Die fleißigen Waffenlieferanten in Österreichs Nachbarschaft

Archivaufnahme eines S-300-Systems, diesfalls der griechischen Armee.
Archivaufnahme eines S-300-Systems, diesfalls der griechischen Armee.APA/AFP/COSTAS METAXAKIS
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Die Slowakei schenkt ein Luftabwehrsystem, Tschechien davor Kampfpanzer. Und das scheint erst der Anfang. Bratislava diskutiert sogar die Lieferung von Kampfjets.

Bratislava. Zu Wochenbeginn hat das russische Verteidigungsministerium eine kleine und angebliche Erfolgsmeldung verbreitet: In der ukrainischen Großstadt Dnipro seien demnach Teile eines S-300-Luftabwehrsystems ausgeschaltet worden. Also genauer sollen Lenkwaffen vom Typ Kalibr vier Raketenwerfer jenes S-300-Systems zerstört haben, das der Ukraine ein nicht näher genannter EU-Staat bereitgestellt habe.

Die Regierung in Kiew widersprach dem Bericht ganz entschieden. Das gemeinte System sei intakt. Und auch die Slowakei verbannte Moskaus Behauptungen nach Rücksprache ins Reich der Märchen.
Das Schicksal des S-300-Systems lässt sich zwar nicht unabhängig klären. Aber die Episode wirft ein Schlaglicht auf die bemerkenswerte Militärhilfe der Slowakei für die Ukraine. Jahrelang war Kiew mit seiner Forderung nach der Bereitstellung eines Flugabwehrsystems auf taube Ohren gestoßen. Nun hat ein erster Nato-Staat geliefert. Die slowakische Lieferung markiert so gesehen eine Wende. Und nicht die erste. Erst vor wenigen Tagen war publik geworden, dass Tschechien ein Tabu gebrochen und Kampfpanzer an die Ukraine ausgeliefert haben soll. Das legen Bilder und Berichte nahe.