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Winter

Mehrere Monate im Jahr als Skilehrerin arbeiten: Für Tamara Dos Santos Góes war das eine Zeit lang ihr Traum.

imago images/VCG
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Man muss schon aufpassen. „Es ist wahnsinnig gefährlich, dort zu arbeiten“, sagt Tamara Dos Santos Góes. „Da so viele Leute versuchen, sich das Skifahren selbst beizubringen.“ Die Rede ist von der spanischen Sierra Nevada, in der die heute 39-jährige Österreicherin drei Saisonen lang als Skilehrerin tätig war. Die Sierra Nevada ist Europas südlichstes Skigebiet. Dort lernen Spanier, Portugiesen oder Engländer das Skifahren. „Du musst als Skilehrerin wirklich Augen vorn, hinten, seitlich – überall – haben.“

Anders als in Österreich arbeiten dort Skilehrer auf Stundenbasis, von Dezember bis circa April, sieben Tage die Woche. Temperaturunterschiede von 15 bis 20 Grad können in der Sierra Nevada immer wieder vorkommen, auch dass das Skigebiet wegen Stürmen tageweise schließen muss – und man deshalb nichts verdient. Ebenso wenig, wenn man krank ist. Trotzdem hat Tamara Dos Santos Góes ihre Zeit dort geliebt. „Der Job hat mir Spaß gemacht, und ich habe meine Leidenschaft weitergegeben“, erzählt die Oberösterreicherin, die schon als Kind an Wettrennen teilgenommen hat. „Für Menschen, die gern draußen arbeiten, ist der Job ideal.“ Auch wenn die Natur grausam sein kann. „Du musst raus, auch wenn dir die Zehen abfrieren.“

Aber sie mochte es, viele Menschen kennenzulernen, die auch noch dankbar waren, etwas von ihr zu lernen. Sie schätzte die Skilehrer-Community, weil eben nur die verstehen konnte, wie hart der Job ist – und wie erfüllend. Außerdem habe sie dort gelernt, mit wenig auszukommen, „und es ist trotzdem okay“.