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GMT-Master II

GMT-Master II - das Talking Piece der Uhrenmesse

Mit der neuen Rolex „GMT-Master II“ mit grünschwarzer Lünette bekommen Linkshänder ihr eigenes Modell.
Mit der neuen Rolex „GMT-Master II“ mit grünschwarzer Lünette bekommen Linkshänder ihr eigenes Modell.beigestellt
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Bei der gerade zu Ende gegangenen Uhrenmesse Watches & Wonders Geneva hat es die „GMT-Master II“ von Rolex zum Talking Piece geschafft — und zwar mit links.

Gerüchte gab es im Vorfeld viele, aber mit dieser neuen Version der „GMT-Master II“ von Rolex hat wirklich niemand gerechnet: Die legendären „GMTMaster II“ mit einer Lünette in Grün und Schwarz. Das hat es tatsächlich noch nie gegeben. Vollständig grüne Lünetten aus der Modellgeschichte der „GMT-Master“ wie auch der Submariner sind durchaus bekannt. Auch die kratzfesten und korrosionsbeständigen Eigenschaften der Rolex-eigenen Keramik namens Cerachrom sind seit Langem geläufig. Die versenkten Ziffern und Indexe auf der Lünette werden wie bei den anderen Versionen der „GMTMaster II“ im PVD-Verfahren mit einer dünnen Platinschicht ausgelegt.

Das andere neuartige Merkmal der „GMT-Master II“ ist sogar noch origineller, obwohl man es unter Umständen erst auf den zweiten Blick bemerkt: Das Modell ist für Linkshänder gedacht, das heißt, die Krone ist auf die linke Gehäuseseite gewandert. Dass diese Tatsache nicht gleich auffällt, mag daran liegen, dass Rolex folgerichtig auch gleich die Datumsanzeige und mit ihr die stilbildende Zykloplupe nach links verlegt hat. Das war durchaus kein einfacher Schritt, denn hierfür mussten nicht nur die Werkkonstruktion, sondern auch die Standards der hauseigenen Zertifizierung zum „Superlative Chronometer“ modifiziert werden.

Aus funktionaler Sicht bleibt sich die „GMT-Master II“ jedoch treu: Die Lünette lässt sich – wie schon seit Einführung der GMT-Master im Jahr 1955 – in beide Richtungen drehen, um in Verbindung mit dem pfeilförmigen Zusatzzeiger eine zweite Zonenzeit darzustellen.

Außerdem können Reisende beim Überschreiten einer Zeitzonengrenze den Hauptstundenzeiger in Stundenschritten vor- oder zurückstellen, um die Uhr mit der Ortszeit am Zielort zu synchronisieren. Diese nützliche Funktion bietet die Uhr, seit sie 1982 von der „GMT-Master“ zur „GMT-Master II“ weiterentwickelt wurde. Das Datum springt sinnvollerweise in Verbindung mit der Lokalzeit.

Neue Hemmung

Das neueste Werk-Update erhielt die Ikone 2018 mit dem Kaliber 3285: Es bietet – unter anderem dank der neuartigen, besonders effizienten Chronergy-Hemmung 70 statt 48 Stunden Gangreserve und zeigt sich laut Rolex noch widerstandsfähiger gegenüber Magnetfeldern, Erschütterungen und Verschleiß.

Die Uhr wird vom neu eingeführten Manufaktur-Automatikkaliber 3285 angetrieben.
Die Uhr wird vom neu eingeführten Manufaktur-Automatikkaliber 3285 angetrieben.beigestellt

Die äußerlichen Eigenschaften sind gleich geblieben: Das Gehäuse besteht aus Edelstahl 904L, den Rolex seit einiger Zeit „Oystersteel“ nennt. Die hochwertige Uhrenschale misst 40 Millimeter, hält bis 100 Meter Wassertiefe dicht und besitzt wie eh und je den typischen geschlossenen Boden, der keine Einblicke in das Manufakturwerk erlaubt. Mit dem dreireihigen Oyster-Band kostet die „GMT-Master“ II ca. 10.300 Euro und mit dem eher eleganten Jubilee-Band rund 10.500 Euro.

("Die Presse Schaufenster" vom 8.4.2022)