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Braindrain

Über 100.000 russische IT-Fachleute wandern aus

Die Bedingungen im Inland haben sich geändert. Viele junge Russen suchen ihre Chance anderswo.
Die Bedingungen im Inland haben sich geändert. Viele junge Russen suchen ihre Chance anderswo.APA/AFP/ALEXANDER NEMENOV
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Der Krieg vertreibt nicht nur die Ukrainer. Auch Russen gehen. Und zwar gerade jüngere und auffällig viele IT-Experten. Wo versuchen sie ihren Neustart? Und warum ist Europa nicht dabei?

Wenn stimmt, was Sergej Plugotarenko Ende März im russischen Parlament dargelegt hat, dann brennt der Hut tatsächlich. Durch den Ukraine-Krieg nämlich laufen dem Land die besten Leute davon. Und das bei weitem nicht nur vereinzelt. Nein, sie gehen in Scharen.

„In einer ersten Welle sind bereits 50.000 bis 70.000 Personen emigriert“, und zwar allein Spezialisten aus dem Bereich Internettechnologie, sagte Plugotarenko, Chef der russischen Vereinigung für digitale Kommunikation (RAEK), in der Dumaausschuss-Sitzung. Die zweite Welle werde nur deshalb verzögert, weil Tickets und Wohnen teuer geworden seien, niemand auf die Russen im Ausland warte und die Finanzverbindungen für Geldtransaktionen abgebrochen worden seien. „Aber die zweite Welle wird sicher kommen“, fügte er hinzu: „Im April werden unserer Prognose zufolge 70.000 bis 100.000 Personen emigrieren, und zwar allein IT-Personal.“

Eine neue Welle des Braindrain hat also begonnen.