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Auftritt

Anna Netrebko kehrt auf die Opernbühne zurück

Anna Netrebko 2016 in Salzburg bei der konzertanten Aufführung von „Manon Lescaut“.
Anna Netrebko 2016 in Salzburg bei der konzertanten Aufführung von „Manon Lescaut“.(c) APA/MONIKA RITTERSHAUS
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Die Sopranistin springt in Monte Carlo für Maria Agresta ein, die erkrankte.

Viele westliche Kommentatoren und Musikveranstalter hatten mit dem Beginn des Ukraine-Kriegs von Anna Netrebko eine klare Verturteilung verlangt. Nach einigen Wochen des Wartens kam diese dann. Nach der Kontroverse um ihre Abgrenzung kehrt die russische Operndiva nun früher als erwartet auf die Bühne zurück. Sie wird bereits am Freitag, 22. April, in der Oper von Monte Carlo in der Titelrolle von Giacomo Puccinis „Manon Lescaut" zu sehen und hören sein, wie sie auf Facebook bekannt gab. Die Wahlösterreicherin springt für Maria Agresta ein, die erkrankte.

„Ich bin überglücklich mein Bühnendebüt unerwarteterweise in Monte Carlo zu geben", hielt Netrebko fest und wünschte Agresta eine rasche Genesung. Netrebko wird auch am 24., 27. und 30. April auftreten. Erfreut zeigte sich die Sopranistin darüber, dass ihr Ehemann Yusif Eyvazov mit von der Partie ist. Er spielt Renato Des Grieux. Die beiden lernten sich 2014 bei Proben zur Aufführung von „Manon Lescaut" in Rom kennen.

Der Vorwurf des Verrats

In Russland hat Netrebkos Distanzierung Anfang März übrigens für Aufsehen gesorgt. Empört reagierten Politiker wie der als prononciert nationalistisch berüchtigte Dmitri Rogosin, bis 2018 stellvertretender Ministerpräsident, jetzt Leiter der russischen Raumfahrtorganisation. Sein Statement: „Manche Menschen hat Gott mit Stimme, Intelligenz und Ehre ausgestattet. Manche nur mit einer Stimme“. Der russische Parlamentspräsident, Wjatscheslaw Wolodin, warf Netrebko gar Verrat vor: „Sie hat eine Stimme, aber kein Gewissen“, so sein Fazit, „der Drang nach Bereicherung“ sei bei der Sängerin „stärker als die Liebe zur Heimat“.

(red./APA)