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Der Podcast zu den Events um die #nextlevel-Inititative

#nextlevel-Podcast: Nachhaltigkeit als Gewinnbringer verstehen

Podcast. Warum sollte die strategische Umsetzung von ESG-Kriterien auf der Agenda von Unternehmen ganz weit oben stehen? Und wie vertragen sich Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit? Die Antworten dazu geben Führungskräfte im Rahmen einer Diskussionsrunde aus der Serie „Initiative #nextlevel“.

„In Österreich waren Anleihen schon immer grün gefärbt. Wir gehen nun einen Schritt weiter“, sagt Magnus Brunner, Bundesminister für Finanzen, und präzisiert: „Wir legen noch im ersten Halbjahr 2022 einen Green Bond mit einem Gesamtvolumen von drei bis fünf Milliarden Euro auf. Finanziert werden sollen damit in erster Linie nachhaltige Infrastrukturprojekte.“ Für den Finanzminister ist Österreich in einer Vorreiterrolle im Bereich der Festlegung von Green-Finance-Regeln, was in Anbetracht der europäischen Uneinigkeit auf diesem Gebiet auch notwendig sei. „Leider wird in Europa – Stichwort Taxonomie – noch um eine gute Balance gekämpft, vor allem in Bezug auf die Definition von grünen Energieträgern.“

Atomenergie zähle aus österreichischer Sicht jedenfalls nicht dazu und fossiles Gas könne bestenfalls als Übergangslösung akzeptabel sein. Brunner hofft, dass europaweit bald die richtigen Wege eingeschlagen werden, weil „eine Lösung für das Umweltthema im Sinne der angestrebten Dekarbonisierung nur gemeinsam errungen werden kann“. Dazu müssen nicht nur alle Staaten an einem Strang ziehen, sondern länderintern auch die Bevölkerung und die Wirtschaft gewonnen werden.

Paradigmenwechsel bei den Werten

Dass es um das heimische Finanzwesen im Sinne der Nachhaltigkeit im europäischen Vergleich gut bestellt ist, betont auch Armand Colard. Der Experte für nachhaltige Lösungen am Finanzmarkt und Geschäftsführer der ESG Plus GmbH, die den nachhaltigen Impact von Unternehmen in ihrem Kerngeschäft evaluiert, hat dafür Zahlen als Beleg parat: „In Österreich wird bereits jeder fünfte Euro auf dem Fondsmarkt nachhaltig angelegt. Weltweit gehören wir diesbezüglich zu den Top drei. Von der Politik erwartet sich Colard, dass sie künftig einen regulatorischen Rahmen schafft, um es „Nachhaltigkeits-Sündern“ noch schwerer zu machen, an Kapital zu kommen. Dies hätte nicht nur aus gesellschaftlicher Perspektive, sondern auch aus Sicht der Unternehmen positive Konsequenzen. Denn Nachhaltigkeit ist laut Colard ein Gewinnbringer:

„Die neue Generation an Entrepreneuren stellt sich die Frage, wie sie ein gesellschaftliches Problem lösen kann und dabei wirtschaftlich erfolgreich bleibt. Soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit verschmelzen also zunehmend.“

Die Devise „Geld verdienen mit gutem Gewissen“ kennzeichne den stattfindenden Paradigmenwechsel.

„Nachhaltigkeit ist unumkehrbar, das ist gesellschaftlicher Konsens. Das ehemalige Orchideenthema ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und Österreich ist dabei im internationalen Vergleich bereits sehr weit gediehen“, bestätigt auch Erich Lehner. Der Managing Partner Markets bei EY berichtet von seiner Erfahrung, dass das Thema vor allem in den Chefetagen der heimischen Unternehmen eine bedeutende Rolle spielt: „Und das ist auch dringend notwendig. Der Vorstand muss das Thema aufgreifen und authentisch kommunizieren. Nur dann wird Nachhaltigkeit für Unternehmen zum strategischen Wettbewerbsvorteil.“ Es handle sich um einen Top-Down-Vorgang, bei dem die CEOs und Aufsichtsräte in der Pflicht sind, die Themenführerschaft zu übernehmen, und Aktionäre und Stakeholder die Kraft im Hintergrund darstellen.

ESG als Wachstumschance

„Nachhaltigkeit und unternehmerischer Erfolg lassen sich selbstverständlich unter einen Hut bringen. Ich würde sogar sagen: Nachhaltiges Handeln muss für Unternehmen in Summe einen wirtschaftlichen Vorteil bringen, sonst ist es in meiner Definition keine echte Nachhaltigkeit“, sagt dazu Helmut Fallmann, Gründer und Mitglied des Vorstands der Softwareschmiede Fabasoft AG. Den Begriff selbst sieht er weiter definiert als bloß rund um den ökologischen Aspekt: „Auch wenn die Klimakrise den Umweltfaktor in den Vordergrund rückt, dürfen wir nicht die ebenso große Bedeutung von sozialen Agenden vergessen.“ Ein Beispiel sei etwa das Bemühen um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Wer sich als Unternehmer dafür stark macht, bedient laut Fallmann sowohl ein sozialpolitisches als auch ein betriebswirtschaftliches Bedürfnis: „Damit kann man sich als attraktiver Arbeitgeber in Position bringen und so die Talente am Arbeitsmarkt gewinn bzw. halten.“ Insgesamt geht es für die Wirtschaft gemäß dem IT-Fachmann um nachhaltiges Handeln in Richtung Mitarbeiter, Kunden und Investoren – und dies in allen Branchen: 

„Die Einhaltung von Environment-, Social- & Governance-Kriterien, kurz ESG, spielt entlang der gesamten Lieferkette eine zentrale Rolle.“

„Unternehmen wollen langfristig existieren und Erfolg haben. Und Menschen wollen in nachhaltigen Unternehmen arbeiten. Nachhaltigkeit muss also ein Business Case sein und nicht ein grünes Marketing-Mäntelchen“, sagt Therese Niss, Mitglied des Vorstands der Mitterbauer Beteiligungs-Aktiengesellschaft. Auch sie hält Nachhaltigkeit für eine Wachstumschance und nicht für eine ökonomische Bürde: „Mit einer nachhaltigen Haltung werden heute neue Geschäftsfelder erschlossen und Innovationen begründet. Davon lebt die Wirtschaft.“ Im eigenen Unternehmen verfolge man laut Niss bereits seit mehr als zehn Jahren die Unternehmensmission „Technologies for a cleaner planet“: „Das ist der Antrieb bei unserer täglichen Arbeit, der uns Energie und Orientierung gibt.“ Wobei das Thema weit mehr umfasse als bloß den Aspekt der Dekarbonisierung: „Es geht uns insgesamt um langfristiges und verantwortungsbewusstes Handeln mit Blick auf die nächsten Generationen.“

INITIATIVE #NEXTLEVEL

Das Softwareunternehmen Fabasoft bietet jungen Digitalschmieden, die Lösungen oder Softwareprodukte für den Einsatz in dokumentintensiven Branchen entwickeln, eine strategische Partnerschaft an.

Die #nextlevel-Initiative von Fabasoft, EY und „Presse" ist an Entrepreneure gerichtet, die den nächsten Wachstumsschritt mit Fabasoft gehen möchten.

Folgende Kriterien sollten Interessierte erfüllen:

  • Die Unternehmer tragen die Verantwortung für ihren Betrieb, haben eine aktive Position und sind maßgeblich für das bisherige Wachstum verantwortlich.
  • Sie tragen das wirtschaftliche Risiko und halten wesentliche Anteile am Unternehmen.
  • Der Unternehmenssitz liegt in der D-A-CH-Region oder im benachbarten Ausland.
  • Der Umsatz beträgt ab zwei Millionen Euro aufwärts.
  • Die digitalen Lösungen sollen Optimierungen für dokumenten-intensive Branchen bringen.

Bewerbung:
nextlevel@fabasoft.com

Weitere Information unter: diepresse.com/nextlevelinitiative

Compliance Hinweis:

Die Seite beruht auf einer Medienkooperation mit der „Presse“ und ist entstanden mit finanzieller Unterstützung von Fabasoft AG.