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Inflation

Ärmere Haushalte leiden schon seit Jahren unter steigenden Preisen

Inflation schmälert die Kaufkraft besonders der unteren Einkommensschichten. Das mitunter auch gesundheitliche Folgen. Zum Beispiel dann, wenn statt höherwertigen Lebensmitteln weniger höherwertiges Essen gekauft wird.Jos Temprano
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Ärmere Haushalte litten schon unter steigenden Wohnkosten, bevor die Preise für Energie explodiert sind. Die jüngste Inflationswelle bedroht den Lebensstandard vieler Menschen. Die Regierungsmaßnahmen federn die Einbußen nur zum Teil ab.

Wien. In Zeiten gestiegener Inflation ist ein Notgroschen opportun. Wer Monat für Monat einen Teil des Einkommens zur Seite legt, kann auch bei höheren Preisen den eigenen Lebensstandard im Alltag erhalten. Und wer Erspartes hat, kann davon etwas zuschießen, wenn einmal die Ausgaben die Einnahmen übersteigen. Angenehm ist es freilich nicht, wenn die Teuerung am Ersparten zehrt. Aber zahlreiche Haushalte in Österreich verfügen überhaupt nicht über einen finanziellen Puffer, der angesichts steigender Preise den gewohnten Lebensstandard garantieren könnte.

Für sie bedeutet eine Inflation von 5,8 Prozent – wie sie das Wifo für heuer prognostiziert – eine deutliche Verschlechterung des Lebensstandards.

Ob angemessene Beheizung der Wohnung, unerwartete Ausgaben, Mietschulden, Versorgungsleistungen, regelmäßige fleisch- oder eiweißhaltige Mahlzeiten, Urlaubsreisen, Fernseher, Waschmaschine, Auto oder Telefon: Kann ein Haushalt für manche dieser Ausgaben nicht aufkommen, spricht man von materieller Deprivation. Das ist ein Armutsindikator, der nicht das Einkommen, sondern die Konsummöglichkeiten zur Grundlage hat, wie Christine Mayrhuber vom Wifo gegenüber der „Presse“ erklärt.