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Interview

Schulreformen: "Es braucht eine Diskussion über den Fächerkanon"

Martina Künsberg Sarre ist Gründungsmitglied der Neos. Seit 2019 sitzt sie für die Pinken im Nationalrat.
Martina Künsberg Sarre ist Gründungsmitglied der Neos. Seit 2019 sitzt sie für die Pinken im Nationalrat.(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)
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Die Bildungssprecherin der Neos, Martina Künsberg Sarre, sieht großen Reformbedarf im Bildungssystem. Sie fordert mehr Autonomie für die Schulen und einen „Pakt für die Elementarbildung“.

Die Presse: Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) will aktuell keine „Grundsatzdiskussion“ über das Bildungssystem führen. Sie schon? 

Martina Künsberg Sarre: Wir sind seit zwei Jahren in einem Krisenmodus, in dem wir immer nur von Woche zu Woche denken. Dass in dieser Krisensituation überhaupt ein neuer Minister angelobt wird, der sich zuerst überall einlesen muss, ist generell hinterfragenswert. Und wenn er nach drei Monaten immer noch nicht sagen kann, wo der Schuh drückt, dann muss man sich fragen, wann dieser Zeitpunkt kommen wird.

Wo drückt denn der Schuh?

In Österreich wird Bildung nach wie vor vererbt. Wir schauen viel zu wenig auf die Talente. In guten, modernen Schulsystemen entscheiden die Schulen autonom. Sie werden nicht zugedröhnt mit Schriftstücken aus dem Ministerium. Ganztägige, verschränkte Schulformen sind förderlich für benachteiligte Kinder und besonders begabte Kinder. Dänemark oder Schweden investieren auch mehr als andere in die elementare Bildung.

In Bälde sollen die neuen Lehrpläne vorliegen. Was erwarten Sie sich von diesen?