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Interview

Klimaschutz: "Technologie hilft, aber es braucht Verzicht"

Wenn die Kunden zufrieden seien, könne die Zusammenarbeit im sicherheitskritischen Bereich über Jahrzehnte gehen, sagt Frequentis-Chef Haslacher.Caio Kauffmann
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Frequentis-Chef Norbert Haslacher über Einsparungspotenziale in der Luftfahrt, Militärkommunikation und Drohnen-Verkehr.

Die Presse: Laut dem Weltklimarat IPCC ist der Ersatz von fossilen Treibstoffen durch Erneuerbare in der Luftfahrt nur sehr schwierig umzusetzen. Daher müsse vor allem die Effizienz erhöht werden. Auch Sie fordern das immer wieder. Wo gibt es beim Flugverkehr noch Ineffizienzen?

Norbert Haslacher: Es gibt sowohl am Boden als auch in der Luft einige Potenziale. Global steht der Flugverkehr zwar nur für rund 2,5 Prozent aller CO2-Emissionen, aber man kann auch hier noch optimieren. Etwa durch neue Systeme, die den Rollverkehr am Flughafen optimieren und Fehler verhindern. Man sollte nicht glauben, wie oft sich Flugzeuge plötzlich Nase an Nase gegenüberstehen. Oder, dass ein Flugzeug die Ausfahrt verpasst und dann einen langen Umweg fahren muss, um zum richtigen Gate zu kommen. Am Frankfurter Flughafen wurde durch solche Systeme nur bei der A320-Flotte eine Einsparung von 30 Mio. US-Dollar an Treibstoffkosten pro Jahr erzielt.

Gerade in der Luftfahrt achtet man sehr stark auf die Kosten. Warum sind diese Ineffizienzen noch nicht längst behoben?