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Management

Warum Schwarzmalerei für Executives wichtig ist

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Kolumne "Hirt on Management": Folge 175. Warum Schwarzmalerei für Executives wichtig ist und Optimismus alleine zu wenig.

Generell wird vertreten, dass es für Manager und Managerinnen vorteilhaft ist, wenn diese eine grundsätzlich optimistische Haltung einnehmen.

Wenn man unter Optimismus eine Haltung versteht, die hoffnungsvoll ist und davon ausgeht, dass man in der Welt etwas Positives bewirken kann, dann ist das sehr zu begrüßen und wirklich eine wichtige Anforderung an Managerinnen und Manager.

Jemand der wirklich vollständig davon überzeugt ist, dass man nichts bewirken und bewegen kann, der muss wohl die Hände in den Schoß legen und auf den jüngsten Tag warten.

Wenn aber Optimismus mit Naivität und Oberflächlichkeit gleichgesetzt wird oder gefährlich in diese Richtung tendiert, dann ist das keine wünschenswerte Eigenschaft bei Managerinnen und Managern.

Denn, in der Realität Dinge umzusetzen erfordert auch die Vorstellungskraft und die Fähigkeit zur Schwarzmalerei, um sich realistisch mit möglichen Hindernissen und Widerständen zu beschäftigen und Taktiken und Strategien zu entwickeln, um diese erfolgreich zu überwinden.

Es gilt also, wie in den meisten Dingen im Leben, die richtige Balance zu finden, zwischen einerseits dem Optimismus, sich ein ehrgeiziges Ziel zu setzen und zu hoffen, dass dieses erreichbar ist, und andererseits, der Schwarzmalerei und dem gesunden Pessimismus, bzw. Realismus, mögliche Hindernisse zu erkennen.

Dann muss einem noch die Kraft bleiben, um sich von diesen Hindernissen nicht entmutigen zu lassen, sondern eben Strategien und Taktiken zu entwickeln, um diese zu überwinden.

Es ist diese, etwas paradoxe Kombination von Optimismus und Vision einerseits und Pessimismus und Schwarzmalerei andererseits, gepaart mit der Entschlossenheit die Probleme aus dem Weg zu räumen, ohne an den Hindernissen zu verzweifeln, die erforderlich ist.

In der nächsten Kolumne beschäftigen wir uns damit, was das OKR-System ist und warum viele führende Startups es einsetzen.

Schicken Sie Ihre Fragen an Michael Hirt an: karrierenews@diepresse.com

Die Fragen werden anonymisiert beantwortet.

Ausblick: Die nächste Kolumne von Michael Hirt erscheint am 5. Mai 2022 zur Frage: „Was ist das OKR-System und was bringt es Managerinnen und Managern?“

Hier finden Sie die gesammelten Kolumnen.

Michael Hirt ist Managementexperte und -berater, Executive Coach, Keynote Speaker und Buchautor. Hirt verhilft Führungskräften zu außergewöhnlichen Leistungs- und Ergebnissteigerungen, mit hoher Auswirkung auf den Erfolg ihres Unternehmens. Er studierte in Österreich, den USA (Harvard LPSF) und Frankreich (INSEAD MBA) und ist weltweit tätig.

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