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Weltpremiere

Uhren mit Klang

Eingespieltes Trio: Karl-Friedrich Scheufele (Mi.) mit den Musikern Renaud (l.) und Gautier Capuço
Eingespieltes Trio: Karl-Friedrich Scheufele (Mi.) mit den Musikern Renaud (l.) und Gautier Capuçon.beigestellt
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Chopard feiert mit einer neuen Schlagwerkuhr aus Saphirglas eine Weltpremiere. Bei der Klangqualität wurde die Manufaktur von zwei Virtuosen unterstützt.

Bei der wichtigsten Uhrenmesse der Welt, der Watches & Wonders Geneva, aufhorchen zu lassen ist keine leichte Übung. Chopard ist dies zuletzt mit der „L.U.C Full Strike Sapphire“ gelungen. Dabei handelt es sich um eine Minutenrepetition, also um einen Zeitmesser, der auf Abruf die Uhrzeit in Form von Stunden, Viertelstunden und Minutenschlägen erklingen lässt. Traditionell bestehen ­solche Uhren aus Gold, da das Edelmetall den Schall besonders gut leitet. Chopard fertigt sein neuestes Klangkunstwerk jedoch aus künstlichem Saphir und schafft damit einen besonderen Klang sowie eine attraktive Transparenz, die von allen Seiten Einblick in die hochkomplizierte Technik gibt. Nicht nur Lünette, Gehäusemittelteil und Boden bestehen aus dem harten, schwer zu bearbeitenden Material, sondern auch der äußere Teil der Krone, das kreissegmentförmige Hauptzifferblatt und der umlaufende Minutenring.
Technisch noch spannender ist jedoch die Tatsache, dass auch die ­beiden Tonfedern des Kalibers L.U.C 08.01-L aus dem Hightech-Material gefertigt werden. Das war bereits bei der „L.U.C Full Strike“ in Roségold im Jahr 2016 der Fall und findet nun eine würdige Ergänzung, ja Vervollkommnung in dem 42,5 Millimeter ­großen Saphirglasgehäuse.
Das in der firmeneigenen Werkmanufaktur hergestellte Handaufzugskaliber wird von der offiziellen Schweizer Prüfstelle COSC als Chronometer zertifiziert, was bei großen Komplikationen sehr selten vorkommt. Zudem bescheinigt das Genfer Siegel die hohe Qualität von Konstruktion und Verarbeitung, laut Chopard eine Weltpremiere im Bereich der nicht metallischen Uhren.

Die neue Minutenrepetition „L.U.C Full Strike Sapphire“ besteht aus Saphirglas, das Manufaktur-Handaufzugskaliber L.U.C 08.01-L besteht aus 533 Komponenten.
Die neue Minutenrepetition „L.U.C Full Strike Sapphire“ besteht aus Saphirglas, das Manufaktur-Handaufzugskaliber L.U.C 08.01-L besteht aus 533 Komponenten.beigestellt

Streng limitiert

Aufgrund der schwierigen Bearbeitung und des stolzen Preises von rund 456.500 Euro hat Chopard die „L.U.C Full Strike Sapphire“ auf lediglich fünf Exemplare limitiert. Wer eines ergattert, kann sich nicht nur an den guten Klangeigenschaften erfreuen, sondern auch an der extremen Härte, die jegliche Gebrauchsspuren oder Kratzer verhindert.
Apropos Klangqualität: Beim „Stimmen“ der Minutenrepetition ging Chopard ganz neue Wege. Um nicht nur die Reinheit, sondern auch den emotionalen Faktor der geschlagenen Töne zu analysieren, bat Chopard Co-Präsident Karl Friedrich Scheufele die virtuosen Musiker Gautier und Renaud Capuçon – der eine Cellist, der andere Violinist –, sich einzubringen. In Zusammenarbeit mit den Entwicklern der Chopard Manufacture nutzten die beiden Brüder ihre künstlerische Sensibilität, um die Saphirglas-Tonfeder-Konstruktion feinzujustieren. Dabei wurden sie vom Applied Acoustics Labor der Genfer Ingenieurschule HEPIA unter der Leitung von Professor Romain Boulandet unterstützt.


Das Schlagen der Uhrzeit wird übrigens nicht über einen Schieber aktiviert, sondern über einen in die Krone integrierten Drücker. Insgesamt vier Patente hält Chopard für seinen speziellen Schlagwerkmechanismus. Auch damit lässt die Manufaktur aufhorchen. 

("Die Presse Schaufenster" vom 15.04.2022)