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Forschungsfrage

Ist eine zerkratzte Teflonpfanne gesundheitsschädlich?

IMAGO / HRSchulz
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Essen Sie Ihre Kreditkarte? Eben. Beschädigtes Kochgeschirr sollte man tauschen, auch wenn die Beschichtung nicht als bedenklich gilt.

Giftig oder unbedenklich? Mit dieser Frage zu einem in die Jahre gekommenen Kochgeschirr wandte sich eine Leserin an die „Presse“. Sie interessiert, ob man eine Teflonpfanne wegwerfen muss, wenn die Beschichtung beschädigt ist, oder ob das kein Problem darstellt.

An sich sei Teflon inert, also träge, sagt Michael Washüttl, Chemiker am OFI, einem unabhängigen Forschungs- und Prüfinstitut, das Teil des Netzwerks privater Forschungsinstitute Austrian Cooperative Research (ACR) ist. „Das bedeutet, dass das Material im Körper nicht reagiert, wenn es verschluckt wird. Damit ist es in der Regel toxikologisch nicht bedenklich.“ Auch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung gehe aktuell von keiner Gesundheitsgefahr aus. Washüttl rät dennoch zu Vorsicht. Denn bei einer beschädigten Pfanne besteht die Gefahr, Teflonpartikel als eine Art Mikroplastik aufzunehmen. Dessen Folgen für den Körper gelten als noch nicht geklärt. Erst kürzlich warnte ein Forschungsteam der Med-Uni Wien, dass wöchentlich im Durchschnitt rund fünf Gramm Plastikteilchen in den Körper gelangen – das entspricht dem Gewicht einer Kreditkarte.