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Wie Gernot Blümels Laptop in den Kinderwagen kam

CORONA: PRESSEKONFERENZ / BLUeMEL
Der frühere Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP)APA/HERBERT NEUBAUER
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Die Genese einer Geschichte: Wie ein an sich skurriler Aspekt das Bild eines Politikers bis zu dessen politischem Karriereende prägte.

Es ist schon mehr als ein Jahr her, als der Laptop zum ersten Mal medial spazieren ging: Am 3. März 2021 berichtete „Der Standard“ detailliert über die Hausdurchsuchung bei Gernot Blümel (ÖVP). Kurz zuvor, am 11. Februar, hatten Ermittler den damaligen Finanzminister zu sich nach Hause begleitet – unter anderem, um elektronische Geräte sicherzustellen.

Aber nicht alle waren dort zu finden, ist im Artikel nachzulesen: „Offensichtlich ging Blümels Frau mit Kind und Laptop spazieren, wie sich aus dem Bericht zur Hausdurchsuchung vom Bundesamt für Korruptionsbekämpfung (BAK) erschließt.“ Wie genau der Computer transportiert wurde, erwähnt man nicht. Aber: „Um 9.43 Uhr sahen zwei Beamte, die bereits vor Blümels Wohnhaus postiert waren, Blümels Frau mitsamt dem Kind aus dem Haus gehen. Die offensichtliche Mitnahme von einem Laptop wurde nicht wahrgenommen.“ Der Rest der Geschichte ist bekannt und bestätigt: Blümel telefonierte mit seiner Frau und seinem Kabinettschef, Clemens-Wolfgang Niedrist. Er holte den Laptop von unterwegs ab und übergab ihn den Behörden.