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Interview

Verteidigungsministerin Tanner: "Naiv und blauäugig muss man nicht sein"

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner will die Eurofighter behalten, wenn es kein Kaufangebot gibt.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner will die Eurofighter behalten, wenn es kein Kaufangebot gibt.(c) Mirjam Reither
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Verteidigungsministerin Klaudia Tanner über die Lehren aus dem Ukraine-Krieg: Die Neutralität hält sie weiterhin für wichtig, verpflichtende Milizübungen sollen jetzt doch nicht kommen.

Die Presse: Dass das Bundesheer in einem militärischen Konflikt eingesetzt werden könnte, war bisher undenkbar. Ist das immer noch so?

Klaudia Tanner: Unsere Experten haben 2020 ein Risikobild erstellt. Da war die Konfrontation Russlands und Europas sehr wohl schon ein Thema. Vorbereitet auf eine Auseinandersetzung, die den Kernbereich der militärischen Landesverteidigung ausmacht, müssen wir immer sein.

Wie hoch ist die Gefahr?

Wir haben uns sehr lang wie auf einer Insel der Seligen gefühlt, weil ein Angriffskrieg, wie er jetzt von Russland geführt wird, für uns so unvorstellbar war. Mit der Gefahr, dass sich dieser Krieg ausweitet, befasst sich die ganze Welt. Wir haben auch auf das, was man als ganz unwahrscheinlich ansieht, vorbereitet zu sein.