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Literatur

Katharina Hacker: Narzisstische Damen und ein Wolfszähler

Katharina Hacker
Katharina Hacker(c) Andreas Labes
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In Katharina Hackers Roman „Die Gäste“ erbt eine Frau ein Ladenlokal und verwandelt es in einen fast märchenhaften Ort.

Pandemie-Bücher haben wir nun schon viele gelesen, vor allem jene, die mit einem Lamento über Entfremdung und Untergangsstimmung, kurzum: mit allzu Erwartbarem auftrumpfen. Obwohl es sich letztlich auch bei Katharina Hackers funkenschlagendem Roman „Die Gäste“ um einen Abgesang auf die Corona-Ära handelt, ist er eines sicherlich nicht: vorhersehbar.

Schon zu Beginn sieht sich ihre Protagonistin mit einer existenzverändernden Überraschung konfrontiert. Nachdem Friederike durch einen Anwalt erfährt, dass sie von ihrer verstorbenen Großmutter als Erbin eines Ladenlokals eingesetzt wurde, kündigt sie unversehens ihre Stelle am „Institut für schwindende Idiome“ und versucht sich mit sukzessivem Erfolg als Gastronomin. Während vor den Türen noch weitere Virenwellen vorüberziehen und verrückte Heckenschützen das öffentliche Leben zum Erliegen bringen, gelingt es ihr allmählich, einen Ort der Erneuerung zu schaffen.