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Architektur

Da wird nicht nur gegartelt

Der österreichische Landschaftsarchitektur-Preis wird ausgelobt, um studentische Leistungen zu würdigen. Das ist wichtig. Aber wo bleibt die Auszeichnung abgeschlossener Projekte? Eine Aufforderung.

Seit vielen Jahren ist der Landschaftsarchitektur-Preis LAP fixer Bestandteil der heimischen Szene. Die Auslobung soll nicht nur Studierende und Jungabsolvent:innen der Landschaftsarchitektur und -planung animieren, ihr Können und ihre Kreativität auszuprobieren, sie ist auch ein gutes Sprungbrett. Nicht selten erhalten Preisträger:innen Jobangebote von interessierten Planungsbüros. 2021 sollte die in den Pandemiejahren gewachsene Wertschätzung gegenüber Grün- und Freiräumen einen kreativen Anstoß geben und junge Kolleg:innen animieren, neue und selbstbewusste Perspektiven zu entwickeln. Die Ausloberin des LAP 2021, die Österreichische Gesellschaft für Landschaftsarchitektur (ÖGLA), forderte daher auf, das bislang meist eng geschnürte Korsett aus Einschränkungen und begrenzten Möglichkeiten abzulegen und freiräumliche Maßlosigkeit zu praktizieren. „Größer, grüner, heller, weiter, vielfältiger, bunter, sozialer, breiter, offener und für alle“, so der Ausschreibungstext.

Insgesamt wurden 45 Projekte aus Österreich, Deutschland und der Schweiz eingereicht und von einem internationalen Fachgremium unter Vorsitz der Wiener Landschaftsarchitektin Anna Detzlhofer bewertet. Die Gesamtheit der Arbeiten zeigt eine vielfältige inhaltliche Auseinandersetzung mit der Maßlosigkeit auf unterschiedlichen Maßstabsebenen. Die Arbeiten lassen erfreuliche Schlüsse auf ein bewusstes Selbstverständnis der Disziplin und ihre Bedeutung für Zukunftsfragen zu.