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Interview

Der Aufwand hinter Ausstellungen: "Wir sind auch Geschichtenerzähler"

Ausstellungskuratorin Sabine Fellner
Ausstellungskuratorin Sabine FellnerDie Presse/Clemens Fabry
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Ausstellungskuratorin Sabine Fellner verrät, wie viel Aufwand hinter Museumsausstellungen steckt, warum so manche Ausstellung auch etwas Therapeutisches hat und erklärt, warum Tabuthemen viele Besucher ansprechen.

Die Presse: Sie haben in den vergangenen Jahren etliche aufsehenerregende Ausstellungen kuratiert – „Rabenmütter“, „Die Kraft des Alters“, „Stadt der Frauen“, um nur einige davon zu nennen. Wie kommen Sie eigentlich auf Ihre Themen? Sind die aus dem Leben gegriffen?

Sabine Fellner: Ich habe mich als freie Kuratorin, die an kein Haus gebunden ist, auf zwei Themenbereiche spezialisiert: auf Ausstellungen zu sozialpolitisch brisanten Themen und auf sogenannte Frauenausstellungen. Der Begriff ist schon einigermaßen strapaziert, ich weiß, aber mir geht es darum, vergessene Künstlerinnen wiederzuentdecken.

Also sogenannte Themenausstellungen, für die diverse Werke diverser Kunstschaffender zusammengetragen werden. Das klingt ziemlich aufwendig.

Das ist es auch. Ich muss mich zunächst eingehend mit einem Thema beschäftigen, muss mich einlesen, muss recherchieren, bevor ich überhaupt so weit bin, passende Kunstwerke zu suchen.