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Region Ségou

Malische Jihadisten nehmen russischen Söldner gefangen

Archivbild eines malischen Soldaten auf Patrouille in Takuba in der Grenzregion Takuba.
Archivbild eines malischen Soldaten auf Patrouille in Takuba in der Grenzregion Takuba.REUTERS
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Kämpfer der Söldnertruppe Wagner sind laut Angaben der Jihadisten schon seit Anfang April in den Händen der Extremisten.

In Mali haben Jihadisten nach eigenen Angaben einen russischen Söldner gefangen genommen. Der Kämpfer der Söldnertruppe Wagner sei bereits in der ersten April-Woche in der zentralmalischen Region Ségou gefangen genommen worden, erklärte die Jihadisten-Miliz GSIM am Montag. Die malische Militärregierung dementiert den Einsatz von Wagner-Söldnern in dem westafrikanischen Krisenstaat und spricht lediglich von russischen "Militärausbildern".

Die berüchtigte Söldnertruppe wird vom Westen als verlängerter Arm der russischen Regierung angesehen. Der Kreml widerspricht dieser Darstellung. Nach Angaben der mit al-Qaida verbündeten GSIM-Miliz hatten die Wagner-Söldner an einem Einsatz der malischen Armee im Dorf Moura teilgenommen. Bei dem Einsatz gegen zahlreiche "Mujaheddin" seien auch "Hunderte unschuldige Zivilisten getötet" worden, erklärten die Jihadisten.

Kein Zugang für UN-Mission

In Moura hatte Malis Armee nach Angaben der Militärjunta Ende März mehr als 200 Jihadisten "neutralisiert". Augenzeugen berichteten jedoch der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, dass auch Hunderte Zivilisten getötet worden seien. Die UN-Mission Minusma fordert seitdem vergeblich von den malischen Behörden, UN-Ermittlern Zugang zu dem Dorf zu gewähren.

In Mali hatte im Jahr 2012 eine islamistische Aufstandsbewegung begonnen, die sich auch auf die Nachbarstaaten Burkina Faso und Niger ausweitete. In dem Konflikt wurden bereits mehrere tausend Soldaten und Zivilisten getötet sowie zwei Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben.

(APA/AFP)